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Gieboldehausen Bus-Pendler aus Obernfeld und Mingerode betroffen
Die Region Gieboldehausen Bus-Pendler aus Obernfeld und Mingerode betroffen
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19:47 05.04.2019
Birgit Lange am Freitag an der Bushaltestelle am Krug in Obernfeld mit dem Hinweiszettel, dass die Haltestellen während der B 247-Sperrung nicht bedient werden. Quelle: Niklas Richter
Obernfeld/Mingerode

Ab Montag, 8. April, wird die Bundesstraße 247 zwischen den Ortschaften Mingerode und Obernfeld voll gesperrt. Grund sind Restarbeiten an der Fahrbahndecke und den Schutzplanken, wie die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Goslar mitgeteilt hat. Die Bauarbeiten werden der Behörde zufolge voraussichtlich bis zum 18. April andauern. Sie könnten aufgrund von Auflagen für den Arbeitsschutz ausschließlich unter Vollsperrung ausgeführt werden, erklärt Dieter Heise, Leiter der Straßenmeisterei in Herzberg.

Verkehrsbehördliche Anordnung

Die Vollsperrung bedingt wie schon bei der Sanierung des Abschnitts der Bundesstraße im vergangenen Jahr eine weiträumige Umleitung von Duderstadt kommend über die Umgehung Westerode und die Bundesstraße 446 bis Ebergötzen und von dort über die Bundesstraße 27 in Richtung Gieboldehausen. Diese Umleitung wurde von der Verkehrsbehörde in der Stadt Duderstadt angeordnet, so Heise.

Während der B-2467-Sperrung im Oktober vergangenen Jahres waren einheimische Verkehrsteilnehmer auf die Gemeindeverbindungsstraße zwischen Mingerode und Obernfeld ausgewichen – auch die Linienbusse. Doch im Gegensatz zu damals ist das diesmal nicht möglich. Als Grund nennt Sabine Holste-Hoffmann von der Verkehrsbehörde in Duderstadt, dass der Gemeindeverbindungsweg in derart schlechtem Zustand sei, dass ein Begegnungsverkehr nicht möglich sei – schon gar nicht mit Bussen.

Brücke Mühlenwasser nicht passierbar

Noch dazu ist derzeit die Brücke über das Mühlenwasser in Obernfeld wegen eines Loches in der Fahrbahn nur halbseitig befahrbar und mit einer Tonnagebeschränkung von acht Tonnen belegt, wie die Fachbereichsleiterin Bauen der Samtgemeinde Gieboldehausen, Christina Kutzborski, sagt. „Busse können die Brücke definitiv nicht passieren“, nennt Kutzborski einen weiteren Grund, warum die Gemeindeverbindungsstraße zwischen Obernfeld und Mingerode nicht als Ausweichroute für die Linienbusse in Frage kommt.

Das Verkehrsunternehmen RBB, das die betroffenen Linien 170 und 172 im Auftrag des Verkehrsverbundes ZVSN betreibt, habe sich um eine Umleitung über die Gemeindeverbindungsstraßen bemüht, erklärt Ulrich Peter vom ZVSN. Doch nachdem dies nicht möglich war, seien vom Busunternehmen die Fahrgäste von Obernfeld und Mingerode per Aushang und über die Internetseite darüber informiert worden, dass die Haltestellen in beiden Ortschaften für die Dauer der Vollsperrung nicht bedient würden.

Proteste von Pendlern

Zwar fällt die Vollsperrung der B 246 in die Osterferien und es gibt keinen Schülerverkehr. Dennoch würde der Wegfall der Haltepunkte in Obernfeld und Mingerode deutliche Einschränkungen für die ÖPNV-Nutzer beider Ortschaften mit sich bringen. Eine, die sich darüber geärgert hatte, ist Elisabeth Gastorf: „Es mag sein, dass in dieser Zeit Schulferien sind und somit zumindest die Schulkinder nicht betroffen sind, aber es gibt tägliche Pendler ohne Auto in Richtung Duderstadt und Göttingen, die nun vor einem großen Problem stehen.“

Ähnliche Proteste waren unter anderem beim Obernfelder Gemeindebürgermeister Karl-Bernd Wüstefeld, aber auch beim ZVSN und bei der Verkehrsbehörde der Stadt Duderstadt eingegangen. „Es ist unbegreiflich, warum der VSN nicht wenigstens eine Notlösung beispielsweise mit Einsatz von Ruftaxis anbietet, wie es auf vielen anderen Strecken an Wochenenden oder spät abends angeboten wird“, so Gastorf.

Kleinbus soll pendeln

Eine solche Lösung ist nun nach etlichen Telefonaten der Beteiligten geplant, wie Peter vom ZVSN für den RBB am Freitagnachmittag mitteilt. Das Busunternehmen werde einen Kleinbus zwischen Duderstadt und Rollshausen pendeln lassen und so ein Umsteigen in die Linie 170 in Richtung Gieboldehausen und Göttingen ermöglichen. „Allerdings werde der Fahrplan reduziert und der Kleinbus nur in den nachfragestärkeren Zeiten in den Morgenstunden und am frühen Nachmittag eingesetzt. Geistorf freute sich über die positive Nachricht, denn sonst hätte sie bei ihren Minijob-Arbeitgebern eigens Urlaub beantragen müssen. Und auch der Obernfelder Bürgermeister ist zufrieden: „Wir haben das Maximale erreicht.“

Von Britta Eichner-Ramm

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