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Gieboldehausen Kriegerehrenmal sorgt für Gesprächsstoff in Krebeck
Die Region Gieboldehausen Kriegerehrenmal sorgt für Gesprächsstoff in Krebeck
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00:32 20.05.2018
Ansicht des Kriegerehrenmals in Krebeck Quelle: Christina Hinzmann / GT
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Krebeck

Die Mitglieder des Gemeinderates wollen am Mittwoch, 13. Juni, eine Entscheidung über die Sanierung und den künftigen Platz der Anlage fällen. „Mein Ansinnen war es, ein Stimmungsbild einzufangen, damit eine Entscheidung für eine der Varianten möglichst breit untermauert ist“, erklärte Gemeindebürgermeister Frank Dittrich (CDU).

Die Diskussion über die Zukunft der Anlage sei vor fünf Jahren nach einem politischen Frühschoppen während des Kolpinggedenktages entfacht, erläuterte er. Der Rat habe Angebote eingeholt, um die Kosten einer möglichen Sanierung einschätzen zu können, in Sitzungen des Gremiums sei über den Standort und die künftige Ausgestaltung der Anlage diskutiert worden.

Diskussion über künftigen Standort des Kriegerehrenmals

Das Ehrenmal könne an seinem jetzigen Standort bleiben, einige Meter in Richtung des Mittelpunktsteins versetzt, in den Bereich des Friedhofs integriert oder an anderer Stelle aufgebaut werden, verdeutlichte Dittrich die Alternativen. „Für den Friedhof ist die Samtgemeinde Gieboldehausen zuständig, damit würden sich die Besitzverhältnisse ändern“, gab Stephan Hörschelmann (Grüne) am Rande des Informationsabends zu bedenken.

Die Redebeiträge im Krebecker Bürgerhaus zeigten, dass älteren Menschen wichtig ist, die Symbolik des niederknienden Soldaten zu erhalten, da er aus ihrer Sicht eine friedliche Verbindung zu den Gefallenen darstelle. Für einige jüngere Diskussionsteilnehmer stand die mahnende Funktion des Denkmals im Vordergrund.

Die angedachten Sanierungsarbeiten umfassen eine komplette Erneuerung des Sandsteingebildes, die Nacharbeitung der Schrifttafeln, auf denen die Namen der Gefallenen stehen, eine mögliche Erweiterung um eine Übersicht, auf denen die Namen der vom Nazi-Regimes Verfolgten stehen und die Sanierung, Restaurierung oder komplette Erneuerung der Soldatenfigur durch einen Bildhauer oder der Austausch des Soldaten gegen Kreuze. Die knappe Mehrheit der Besucher stimmte für ein Beibehalten der Soldatenfigur. Dittrich hofft, dass nach der Entscheidung des Gemeinderates die Arbeiten bis zum Volkstrauertag abgeschlossen sind.

Luna Marie Quinque zeigt Bilder aus Krebecker Jubiläumschronik

Zu Beginn sahen die Zuschauer auf einer Leinwand eine von Dorf-FSJlerin Luna Marie Quinque zusammengestellte Schau von Bildern aus der Jubiläumschronik, die zum 750-jährigen Bestehen von Krebeck im Jahre 2006 erschienen war. Den Besuchern zeigte sie Impressionen aus früheren Gastwirtschaften des Ortes, Menschen bei Arbeiten in der Landwirtschaft wie der Heuernte, dem Kartoffelroden oder dem Mähen des Getreides. Spargelstecherinnen waren ebenso ein Thema wie die Tabakernte, Hausschlachtungen und Arbeiten in einer Ziegelei. Postkarten verdeutlichten den Wandel im Dorf.

Für Heiterkeit sorgten Aufnahmen, die Krebecker Junggesellen im Jahre 1912 bei einem Ausflug in Düsseldorf zeigten. Mit Ansichten auf Krebeck vom Kriegerdenkmal aus, sorgte Quinque für den Übergang zum Hauptthema des Abends.

Von Axel Artmann

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