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Gieboldehausen Landkreis fördert Jugendraum in Gieboldehausen
Die Region Gieboldehausen Landkreis fördert Jugendraum in Gieboldehausen
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00:20 12.02.2018
Förderbescheid des Landkreises übergeben (v.l.): Fleckenbürgermeisterin Maria Bock, Samtgemeindebürgermeister Steffen Ahrenhold, Kreisrat Marcel Riethig, Hubert Hackenfort, Katharina Sommer, Karin Wilde und Jugendreferent Dieter Seliger. Quelle: Christoph Mischke
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Gieboldehausen

Bereits 2016 sei der Flecken aufgrund baulicher Mängel gezwungen gewesen, das Gebäude an der Fleckenstraße 59, in dem der Jugendraum der Gemeinde lange Zeit untergebracht war, „der Nutzung zu entziehen“, berichtet Bock. Inzwischen sei das Gebäude verkauft worden.

Grund: Eine Sanierung wäre nur dann zielführend gewesen, wenn aufgrund der Größe des Gebäudes eine weitere Nutzung hätte untergebracht werden können, so die Bürgermeisterin weiter – und zwar unabhängig vom finanziellen Aufwand. Der Verkauf bedeute jedoch, dass für die Jugendarbeit im Flecken seit eineinhalb Jahren keine Räumlichkeiten zur Verfügung stünden.

Einigkeit über alle Parteigrenzen hinweg

Im Rat habe über alle Parteigrenzen hinweg Einigkeit darüber bestanden, dass dringend eine Ersatzlösung geschaffen werden müsse. 30000 Euro seien für Investitionen in einen neuen Jugendraum in den Haushalt 2017 eingestellt worden. Eine zwischenzeitlich diskutierte Containerlösung sei letztlich an der Findung eines geeigneten und planungsrechtlich zulässigen Standortes gescheitert.

Nach Gesprächen mit der Samtgemeinde sei jetzt eine Lösung gefunden worden: Leere Kellerräume im Bereich der Grundschule, die diese selbst nicht nutzen kann, könnten demnach entsprechend umgebaut werden. Die Räume sollen nach Möglichkeit komplett barrierefrei ausgebaut werden. Rund 95 Quadratmeter stünden nach Bocks Worten zur Verfügung, die ausreichend Gestaltungsmöglichkeit böten. Da baulich – neben dem Ausgleich vorhandener Höhendifferenzen – ein kompletter Innenausbau erfolgen müsse, würden trotz der vom Landkreis bewilligten Fördermittel bei Bedarf weitere Mittel im Haushalt 2018 zur Verfügung gestellt werden, kündigt Bock an.

Bürokratische Hürden sind noch zu überwinden

Er habe der Idee von Beginn an positiv gegenübergestanden, sagt Samtgemeindebürgermeister Steffen Ahrenhold und habe auch eine entsprechende Beschlussempfehlung im Schulausschuss gegeben. Die Lage sei gut, befindet er, denn „wir müssen die Jugendlichen dort abholen, wo sie sind.“

Einige bürokratische Hürden wie den zu stellenden Umnutzungsantrag seien allerdings noch zu nehmen, Auflagen des Brandschutzes zu erfüllen und ein zweiter Rettungsweg zu installieren. „Ich hoffe“, so Ahrenhold, „dass wir in diesem Jahr fertig werden.“ Die Jugendlichen hätten signalisiert, sich im Rahmen der zulässigen Möglichkeiten an der Ausgestaltung und Einrichtung aktiv zu beteiligen.

„Jugendlichen brauchen Räume, um Gemeinschaft zu erleben“

Speziell vor dem Hintergrund des demografischen Wandels sei das Binden und Einbinden der Jugend in die Gemeinden von besonders hohem Stellenwert, sagt Kreisrat Marcel Riethig. Vor allem gelte es die Unentschlossenen zu halten, die weder zu den abwandernden Karrieretypen zählten, noch zu den familiär verwurzelten und in Vereinen engagierten jungen Leute: „Die Jugendlichen wünschen sich und brauchen ihre Räume, um Gemeinschaft zu erleben.“

10000 Euro seien für den Landkreis ein überschaubarer Betrag, für die Gemeinde bedeute er aber einen großen Schritt vorwärts.

Von Christoph Mischke

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