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Gieboldehausen Fan will Manfred Mann nach Gieboldehausen einladen
Die Region Gieboldehausen Fan will Manfred Mann nach Gieboldehausen einladen
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00:27 26.05.2018
Carsten Henkel in seiner Sammlung historischer elektrischer Geräte. Quelle: Art
Gieboldehausen

„Ich bin ein großer Fan der Musik von Manfred Mann“, sagt der 46-jährige Frührentner. Ihm gefalle auch die Persönlichkeit des Südafrikaners, der im Alter von 21 Jahren nach London ausgewandert sei und sich dort auf seine Musikkarriere konzentriert habe. Als er im Tageblatt vom Besuch des international bekannten Künstlers gelesen habe, sei ihm die Idee gekommen, den Sänger einzuladen. „Er könnte sich hier in die in die Zeit zurückversetzt fühlen, in der er den meisten Erfolg hatte“, betont Henkel.

Fan hört Titel von Manfred Mann auf Tonband

Durch einen Zufall sei er auf Manfred Mann aufmerksam geworden. Henkel habe sich in den 80-er Jahren für die Technik des Spultonbandes seines Vaters interessiert. Dadurch habe er auch die Musik gehört, die sein Vater zwei Jahrzehnte zuvor aus dem Radioprogramm mitgeschnitten hatte. Dank Vierspurtontechnik seien 16-stündige Aufnahmen möglich gewesen.

„Der Rhythmus der Titel aus dieser Zeit hat mich sofort begeistert, außerdem war die Musik handgemacht“, erklärt der Eichsfelder. Am besten gefallen hätten ihm die Titel von Manfred Mann, besonders „Ha! Ha! Said The Clown“, „Pretty Flamingo“ und „Do Wah Diddy Diddy“. Henkel: „Da mein Vater die Ansagen der Radiomoderatoren nicht mitgeschnitten hat, wusste ich erst, wer der Interpret war, als ich auf einer CD einen Titel gelesen habe“.

Eichsfelder kauft Langspielplatten von Manfred Mann

Während seiner Zivildienstzeit in Clausthal-Zellerfeld habe er die ersten CDs des Künstlers gekauft. Weil er ein Freund der Analogtechnik sei, habe er viele Titel von diesen CDs auf Cassette überspielt, die CDs weggeschmissen und sich in verschiedenen Göttinger Läden fortan nur noch Langspielplatten von Manfred Mann gekauft. Für ein Exemplar habe er sogar 50 Euro investiert. „Der Klang von Platte ist besser“, sagt Henkel, der sich als Fan der 60er- Jahre bezeichnet.

Dies wird nicht nur beim Blick auf seine Plattensammlung deutlich. Als feststand, dass die Räume des früheren Schlecker-Ladens in Gieboldehausen, die ihm und seiner Mutter gehören, nicht wieder vermietet werden konnten, habe er beschlossen, seine nur aus alten Radios und Tonbandgeräten bestehende Sammlung zu erweitern. Die Exponate stammten teilweise vom Trödel oder Sperrmüll, Sammlern aus der Region und Mitarbeitern aus der Universität Göttingen, an der eine Lehre absolviert hatte.

Sammler zeigt Fernseher und Radios in seiner Ausstellung

Die Sammlung besteht aus 50 Röhren- und Transistorradios, 13 Röhrenfernsehern, neun Filmprojektoren, 14 Kassettenrekordern, zwölf Tonbandgeräte.Vergrößerungsapparate für Fotopapierabzüge, acht Plattenspieler, Stelltrafos und verschiedene Messgeräte. Hinzu kommen Telefone, Föne, Bügeleisen, Heiz- und Haushaltsgeräte und Schreibmaschinen. Der Funkamateur besitzt auch eine Amateurfunkstation, die er Besuchern auf Wunsch zeigt.

In einer benachbarten Werkstatt demonstriert er den Aufbau eines speziellen Generators, der einen Ton erzeugt. Wer sich die Sammlung in der Marktstraße 35 anschauen möchte, kann sich mit Henkel unter Telefon 05528/440 in Verbindung setzen und einen Termin vereinbaren. Der Eintritt ist kostenlos.

Von Axel Artmann

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