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Gieboldehausen Zweites Becken für Kläranlage?
Die Region Gieboldehausen Zweites Becken für Kläranlage?
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17:53 01.11.2018
Luftaufnahme der Kläranlage Gieboldehausen Quelle: r
Gieboldehausen

Die Kläranlage in Gieboldehausen soll ein zweites Becken bekommen. Darüber wird der Bauausschuss der Samtgemeinde Gieboldehausen in seiner Sitzung am Donnerstag, 8. November, beraten.

Hintergrund der Beratung ist nach Angaben von Samtgemeindebürgermeister Steffen Ahrenhold, dass die Beckenkrone des einzigen Belebungsbeckens sanierungsbedürftig ist. Gebaut wurde die Kläranlage in Gieboldehausen nach der Gebietsreform Mitte der 1970er-Jahre. Die Kosten für die Sanierung würden sich hierbei nach Berechnungen des Ingenieurbüros Ludwig und Partner aus Dassel auf etwa 182000 Euro belaufen. In dieser Summe seien aber noch nicht die Kosten für den Abtransport des Abwassers zu den Kläranlagen in Rhumspringe und Rollshausen enthalten. „ Die Kosten hierfür werden, basierend auf einer Bauzeit von drei Wochen, auf rund 280000 Euro geschätzt“, erklärt Ahrenhold. Somit sei dann mit Gesamtkosten von 462000 Euro zu rechnen. „Bei eventuellen Bauverzögerungen steigen die Kosten dann entsprechen“, so der Samtgemeindebürgermeister. Deshalb habe das Ingenieurbüro die Empfehlung gegeben, über den Bau eines zweiten Beckens nachzudenken.

Flächenankauf notwendig

„Hierfür werden aber weitere Flächen westlich der Kläranlage benötigt, die Samtgemeinde hat aber in diesem Bereich keine wirklich geeignete eigene Fläche“, sagt Ahrenhold. Geeignet seien aber die Flächen der katholischen Kirchengemeinde St. Laurentius Gieboldehausen. Daher habe es bereits Gespräche mit Pfarrer Matthias Kaminski und dem stellvertretenden Vorsitzenden des Kirchenvorstandes Werner Grobecker gegeben. Grundsätzlich sei die Kirchengemeinde zwar bereit, die Samtgemeinde beim Bau eines zweiten Klärbeckens zu unterstützen, benötige hierfür aber eine Beschlussfassung des Kirchenvorstandes. Aus Sicht der Kirche wäre es wünschenswert, dass die Samtgemeinde den westlich von der Kläranlage liegenden Grundbesitz der katholischen Kirchengemeinde, der eine Größe von 12740 Quadratmetern hat, komplett übernimmt. Dazu sei eine entsprechende Ausgleichsfläche anzubieten.

Fusion mit anderen nicht wirtschaftlich

Bisher sei der Bau eines zweiten Klärbeckens noch nicht ins Auge gefasst worden, weil es Überlegungen zu Fusionen mit anderen Kläranlagen gegeben habe. Doch diese Pläne seien nicht zielführend gewesen. „Der Einsatz mobiler Kläranlagen während der Bauzeit wäre noch teurer als der Transport des Abwassers zu den Kläranlagen in Rhumspringe und Rollshausen“, berichtet der Samtgemeindebürgermeister. Deshalb sei es, aus seiner Sicht sinnvoll ein zweites Becken zu bauen, auch um für eine mögliche Havarie der bestehenden Anlage gerüstet zu sein. „Ich bin mir sicher, dass sich die Baumaßnahme langfristig rechnen wird“, sagt Ahrenhold.

Kosten für Haushalt 2020

Eine erste Kostenschätzung durch Herrn Dipl.-Ing. Meyer, Büro Ludwig & Partner habe einen Gesamtbetrag von circa 1350000 Euro ergeben. Hiervon seien rund 700000 Euro für den Bau des zweiten Beckens, Umbaukosten an der bestehenden Kläranlage von etwa 400000 Euro sowie etwa 250000 Euro an Nebenkosten enthalten. Die Kosten für den eventuellen Bau eines zweiten Klärbeckens werden nach Angaben Ahrenholds aber nicht mehr in den Haushalt für das 2019 einfließen, sondern bereits für den Haushalt 2020 berücksichtigt. Deshalb gehe es bei der Beratung während der Bauausschussitzung auch noch nicht darum einen Beschluss zu fassen, sondern festzustellen, ob der Bau eines zweiten Klärbeckens politisch gewollt ist.

Die Sitzung des Bauausschusses beginnt am Donnerstag, 8. November, um 18 Uhr im Sitzungssaal der Samtgemeinde Gieboldehausen, Hahlestraße 1.

Von Vera Wölk

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