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Gieboldehausen Nächtliche Transporte zum Windpark Höherberg
Die Region Gieboldehausen Nächtliche Transporte zum Windpark Höherberg
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00:23 01.10.2018
Nächtlicher Schwerlasttransport auf dem Weg zum Windpark Höherberg Quelle: r
Gieboldehausen

Nachts ab 22 Uhr bewegen sich Schwertransporte von der Anschlussstelle Göttingen der Autobahn 7 zur Einfahrt zum Windpark Höherberg an der Bundesstraße 27 nur wenige Kilometer vor Gieboldehausen. Sie bringen die Teile für die Windenergieanlagen, die auf dem Höherberg errichtet werden sollen. Die Uka (Umweltgerechte Kraftanlagen) Nord erweitert den Windpark auf insgesamt acht Anlagen.

Start der Schwerlasttransporte

Im Dezember 2016 ist das erste Windrad, die Windenergieanlage zwei (WEA2) fertiggestellt worden. Sie hat ihren Dienst längst aufgenommen. Ab Mitte Oktober sollen voraussichtlich die übrigen sieben Anlagen aufgebaut werden, hat Uka-Pressereferentin Lisa Fritsche mitgeteilt. Deshalb habe Hersteller Vestas in der vergangenen Woche mit den Schwerlasttransporten begonnen, um die Teile anzuliefern. In der vergangenen Woche lieferten sechs Lkw eine Nabe, ein Maschinenhaus, ein Getriebe sowie drei Turmsektionen an. Weitere Transporte folgen. Die letzten Komponenten werden voraussichtlich Ende November den Windpark erreichen.

24 Kilometer ab der A7

24 Kilometer fahren die Fahrer von der Autobahn bis zum Windpark. Während der Straßenbauarbeiten an der Bundesstraße 27 war auch immer eine Vorhut unterwegs, die die Baken zur Absperrung zwischen der Kreuzung Hoffmannshof, Roringen und Waake kurz vor Passieren des Transports zur Seite schob und direkt danach wieder an die vorgesehenen Stellen zurückrückten. Das Transportfahrzeug benötigte mehr Platz. „Die Erschließung über die B27 dient der Entlastung der anliegenden Gemeinden vom Anlieferungsverkehr und wurde im Vorfeld intensiv mit den Beteiligten abgestimmt“, erklärte Sabine Krüper, Projektleiterin bei UKA Nord.

Nächtlicher Schwerlasttransport auf dem Weg zum Windpark Höherberg Quelle: r

Vorhandene Wege genutzt

Im Vorfeld seien nach umfangreichen Planungen Wege und Kranstellflächen sowie Fundamente gebaut worden. „UKA greift bei dabei so wenig wie möglich in die Umwelt ein“, teilte Krüper mit. Für die Erschließung des Windparks seien aus diesem Grund bereits vorhandene Zuwegungen genutzt worden. Das gleiche Vorgehen sei auch am zweiten Windpark-Standort in der Samtgemeinde Gieboldehausen, am Pinnekenberg, vorgesehen. Dort sollen zwischen Rollshausen und Gieboldehausen sechs Windenergieanlagen aufgebaut werden. Um die Anlagen bauen zu können, werde das Betreiberunternehmen Baustraßen anlegen, die auf den vorhandenen Wegen aufbauen, wie Rollshausens Gemeindebürgermeister Claus Bode (CDU) erläutert hatte.

Sieben Windräder

Ab Mitte Oktober beginne voraussichtlich die Errichtung der Windenergieanlagen, berichtete Fritsche. Umgesetzt werde der Bau der Anlagen von Uka Projektträger, dem Bauträger der Uka-Gruppe. Die Windenergieanlagen des Herstellers Vestas sollen eine Nennleistung zwischen 3,45 und 3,6 Megawatt haben, der Rotordurchmesser messe zwischen 126 und 136 Meter. Im Projektgebiet kommen erstmals auch Windenergieanlagen mit einer Nabenhöhe von 166 Metern zum Einsatz, wie Fritsche erläutert. Dieser Anlagentyp sei für die Windenergiegewinnung im Binnenland optimiert. Die Inbetriebnahme der Anlagen erfolge voraussichtlich noch vor Ende des Jahres. Ab 2019 sollen die Windenergieanlagen am Höherberg dann Strom produzieren.

Bedarfsgerechte Befeuerung

Für den Windpark Höherberg sei, ebenso wie später für den Windpark Pinnekenberg, zwischen den Gemeinden und der Uka Nord eine bedarfsgerechte Befeuerung der Windenergieanlagen vereinbart worden, hat Oliver Niewald, Abteilungsleiter der Projektentwicklung, erklärt. Die Planungen dazu liefen bereits. Die Steuerung soll voraussichtlich über ein Radarsystem erfolgen.

Von Rüdiger Franke

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