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Gieboldehausen Pferdewallfahrt auf dem Höherberg
Die Region Gieboldehausen Pferdewallfahrt auf dem Höherberg
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16:39 30.09.2018
Pfarrer Kaminski segnet Pferde auf dem Höherberg. Quelle: Rüdiger Franke
Wollbrandshausen

„Ich begrüße die Tierfreunde, die gekommen sind, um den Segen für die Tiere mitzunehmen“, sagte der Pfarrer. „Wir danken Gott, dass er uns diesen schönen Ort geschenkt hat, an dem wir zusammenkommen können.

Ein Becher Wasser

„Wer euch auch nur einen Becher Wasser zu trinken gibt, weil ihr zu Christus gehört“, zitierte Kaminski zu Beginn seiner Predigt aus dem Markus-Evangelium. „Als ich diese Predigt vorbereitet habe, blieb ich an diesen Worten hängen. Gibt es das heute noch?“ Habe es heute noch einen Wert, zu Christus zu gehören oder zähle es zu der Kategorie „ist mir doch egal“? Die Antwort liege darin, ob es den Menschen selbst etwas bedeute, zu Jesus von Nazareth zu gehören. Christus sei die wichtigste Verbindung zu Gott. Man brauche sich nicht schämen, zu ihm zu gehören.

Die Pferdewallfahrt bildet traditionell den Abschluss des Wallfahrtsjahres auf dem Höherberg. Pfarrer Matthias Kaminski segnete nach dem Gottesdienst 50 Pferde und 27 Hunde.

Keine Ellenbogen und Stammtischparolen

Ohne Glauben werde das Leben hohl, sagte der Pfarrer. „Dann gebrauchen die Menschen den Ellenbogen, benutzen Stammtischparolen, die nicht in den Mund eines Christen gehören. Gerade die 14 Nothelfer, denen die Kapelle auf dem Höherberg geweiht ist, hätten zu ihrer Zeit ein Stück der Welt verändert. Kaminski betonte, dass alle Menschen ein Abbild Gottes seien. „Wir alle sind Brüder und Schwestern.“ Er forderte die Menschen auf, sich zu Christus zu bekehren. „Verschränkt Euch nicht und sagt es im Gespräch mit anderen, zum Beispiel am Stammtisch.“ Er bat sie, in der Nähe Gottes zu bleiben.

Besondere Atmosphäre

Der letzte Gottesdienst des Jahres auf dem Höherberg sorgt immer wieder für eine besondere Atmosphäre. „Es ist gute Tradition, dass im letzten Gottesdienst des Jahres auf dem Höherberg Tiere, insbesondere Pferde, gesegnet werden“, sagte Kaminski. „Sie lieben Ihre Tiere, pflegen und hegen sie mit Hingabe.“ Die Tiere würden es mit Liebe und Treue danken. „Sie lassen sich zum einspannen und geben ein Stück ihrer Freiheit auf.“ Gott habe die Menschen aufgefordert, verantwortungsvoll mit den Tieren zu leben. „Zum Abschluss segne ich die Pferde, Ross und Reiter, dass ihnen kein Unfall geschehe und sie sicher durch die Schöpfung gelangen.“ Die Segnung mache deutlich, behutsam mit der Schöpfung Gottes umzugehen.

Die Pferdewallfahrt bildet den Abschluss des Wallfahrtsjahres auf dem Höherberg. Quelle: Rüdiger Franke

50 Pferde und 27 Hunde

Kaminski stellte sich mit den Ministranten neben dem abgesperrten Weg auf und segnete die Tiere. Die Ministranten hatten mitgezählt. 50 Pferde zogen an ihnen vorbei – an der Leine geführt, geritten oder vor eine Kutsche gespannt. Dazu ließen 27 Hundehalter ihre Vierbeiner segnen.

Auftakt 2019 am 1. Mai

Der Pfarrer verabschiedete die Menschen vom Höherberg. Er bat sie, weiterzuerzählen, was für eine besonderer Ort der Höherberg sei. Ein Dank ging an die Ehrenamtlichen, die sich darum kümmern, dass der Höherberg in einem solch guten Zustand sei. Im kommenden Jahr gehe es dort oben weiter mit Gottesdiensten und Wallfahrten. Der Auftakt erfolge traditionell am 1. Mai. „Kommen Sie wieder, ich würde mich freuen“, lud der Pfarrer zur neuen Wallfahrtssaison ein.

Von Rüdiger Franke

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