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Gieboldehausen „Platz der Generationen“ geplant
Die Region Gieboldehausen „Platz der Generationen“ geplant
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00:30 04.03.2018
Ausschuss- und Arbeitskreisvorsitzender Matthias Diederich erläuterte bereits im Spätsommer vergangenen Jahres an der defekten Brunnenanlage den Handlungsbedarf. Der Plan für die Umgestaltung des Kirchplatzes in einen Platz der Generationen (kleines Bild).  Quelle: Foto: Mischke/R
Bilshausen

Der Kirchplatz in Bilshausen soll durch bauliche Veränderungen zum „Platz der Generationen“ werden. Die Mitglieder des Gemeinderates haben das Konzept jetzt einstimmig befürwortet. Es soll als Projekt des Interkommunalen Entwicklungskonzepts (IEK) mit Städtebaufördermitteln umgesetzt werden.

„Die wichtigste Zielsetzung ist es, den vorhandenen Bereich nachhaltig so zu gestalten, dass sich die Bürger jeden Alters gern und länger dort aufhalten, soziale Kontakte und Kommunikation pflegen, aber auch körperliche Beschäftigungs- und Spielmöglichkeiten angeboten werden“, erklärte Matthias Diederich (CDU), Vorsitzender des Bauausschusses und des IEK-Arbeitskreises. Darin sind Mitglieder der politischen und der kirchlichen Gemeinde sowie interessierte Bürger aktiv.

„Im Rahmen des demografischen Wandels soll das Miteinander der Generationen hervorgehoben und gefördert werden“, erläuterte Diederich. Geplant sei, die vorhandene, defekte Brunnenanlage abzureißen und einen Wasserlauf mit Spielelementen anzulegen. Wasserspiele dienten dazu, die Fantasie und Kreativität von Kindern anzuregen und zu entfalten, soziales Verhalten könne mit den Kindern im Spiel geübt werden.

Zu dem Platz solle auch ein halbrundes Ensemble im Form eines Amphitheaters aus rotem Sandstein gehören. Das „Theater“ fange das abschüssige Gelände ab und biete zum Beispiel Eltern der spielenden Kinder eine Gelegenheit zum Verweilen. Genutzt werden könnte die neue Anlage für Aufführungen der Kinderschola oder Konzerte bei Pfarrfesten.

Zu dem Konzept für das Gesamtareal gehören Outdoor-Spiel- und Fitnessgeräte, die alle Generationen in Bewegung bringen sollen. Bewegung zur Prävention und zur Therapie bei vielen chronischen Krankheiten sei „essenziell wichtig“, heißt es im Konzept. Als weiteres gestalterisches, aber auch pädagogisches Element für Kinder und Senioren ist eine Kräuterspirale mit Beschilderung der Pflanzen vorgesehen. Sie berge die Möglichkeit, „Lerninhalte zu vermitteln, Pläne zu machen und umzusetzen, Sinneseindrücke zu gewinnen, Wahrnehmung zu schulen und soziale Aspekte einer Zusammenarbeit zu erfahren, da eine Gemeinschaftsaktion bei der Bepflanzung mit Kita und Grundschule geplant ist“, sagte Diederich.

Bestandteil des Platzes sei auch das Denkmal für die Gefallenen der Weltkriege. Es sei „auch heute zeitgemäß und entspricht den Empfehlungen der deutschen Kriegsgräberfürsorge“, betonte Diederich. Der Bereich des Denkmals sei wenig frequentiert, „soll aber, um der geschichtlichen und gesellschaftlichen Bedeutung in heutiger Zeit zu entsprechen, aufgewertet und restauriert werden.“

Auf dem Gelände des Kirchplatzes gebe es bereits viele Büsche, Sträucher und einige größere Bäume. Trotzdem werde überlegt, Sträucher und Bäume neu anzupflanzen, um gestalterisch den Platz „nachhaltig aufzuwerten“. Hinweistafeln sollen später über die biologische Vielfalt der Pflanzen informieren.

Die Kosten für das Projektwerden mit 60 000 Euro angegeben, zwei Drittel könnten über das Förderprogramm für kleinere Städte und Gemeinden finanziert werden. Das Vorhaben ist vom Land Niedersachsen grundsätzlich als IEK-Projekt anerkannt, erläuterte Verwaltungsvertreter Klaus-Dieter Grobecker am Rande der Sitzung. Der Projektantrag auf Fördermittel werde an die Samtgemeinde Gieboldehausen als koordinierende Stelle für die Mitgliedsgemeinden weitergeleitet. Deren Bauausschuss soll am Donnerstag, 12. April, über den Antrag aus Bilshausen wie auch über die aus anderen Mitgliedsgemeinden beraten und eine Empfehlung an den Samtgemeinderat aussprechen. „Wir gehen von einer Zustimmung aus“, sagte Grobecker. Die Samtgemeinde werde dann die Anträge gebündelt an das Land weitergeben. Die Umsetzung des Bilshäuser Projektes würde „den Ortsmittelpunkt aufwerten und Generationen zusammenführen“, fasst Bürgermeisterin Anne-Marie Kreis (CDU) zusammen.

Von Axel Artmann

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