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Gieboldehausen Polizei stoppt 1291 Fahrzeuge
Die Region Gieboldehausen Polizei stoppt 1291 Fahrzeuge
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11:49 26.10.2018
Kontrollaktion der Polizei auf dem Parkplatz "Krebecker Kreuz" an der B 27. Dem Golf 3 Cabrio von Steffen Rudolph hat die Polizei vorerst die Betriebserlaubnis entzogen, weil der Tüv zwar die Umbauten abgenommen hatte, diese aber nicht in den Fahrzeugpapieren eingetragen waren. Quelle: Eichner-Ramm
Gieboldehausen/Göttingen

Reisende Einbrecherbanden hatte die Polizei am Mittwoch mit ihren groß angelegten Kontrollen unter anderem in Göttingen und am Parkplatz „Krebecker Kreuz“ an der B 27 im Visier.

Die Aktion war Teil einer groß angelegten Aktion im Bereich der Polizeidirektion Göttingen –mit zehn Kontrollstellen von Hann. Münden bis Hoya. Damit wollte die Polizei auf die steigende Professionalität reisender Täter und Banden reagieren. „Immer häufiger sind reisende Tätergruppen - oft mit internationalem Bezug - für Einbrüche verantwortlich. Dabei gehen die Täter strukturiert und arbeitsteilig vor. Sie nutzen Autobahnen und Bundesstraßen zur schnellen An- und Abreise“, heißt es dazu in einer Mitteilung der Polizeidirektion. Dass die Fallzahlen im Bereich Wohnungseinbruchsdiebstahl rückläufig sind, mache nach Auffassung der Polizei deutlich, „dass die präventiven und repressiven Anstrengungen der Polizei greifen.“

Mehr als 280 Beamte an zehn Kontrollstellen

Vom Nachmittag bis in den späten Abend hinein wurden an allen zehn Kontrollstellen 1291 Fahrzeuge und 1663 Personen überprüft. Insgesamt seien mehr als 280 Beamte an im Einsatz gewesen. „Ziele der groß angelegten Aktion waren natürlich die Festnahme von Tätern auf frischer Tat und das Auffinden von Beweismitteln“, so die Polizei. „Den ganz großen Fang“ hätten die Beamten am Mittwoch nicht gemacht, sagt eine Polizeisprecherin, dennoch konnten bei den Kontrollierten „24 Personen mit einschlägigen Erkenntnissen im Bereich Einbruchdiebstahl festgestellt werden“. Das sei wichtig für die nun folgende Analyse und den Abgleich mit Datenbeständen.

Polizei kontrolliert Verkehrsteilnehmer am Parkplatz „Krebecker Kreuz“

Postiert hatten sich die Beamten unter anderem an der Autobahnmeisterei in Göttingen und am Parkplatz „Krebecker Kreuz“ an der B 27 – beide Kontrollstellen lägen an „einschlägigen Verbindungsrouten im Bereich der Polizeidirektion Göttingen“, so die Polizeisprecherin. Verständnis für solche Kontrollen zeigte am Mittwoch zum Beispiel Oleg Merkel, dessen BMW die Beamten an der B 27 aus dem Feierabendverkehr herausfischten. Weil sich jedoch sein Führerschein nicht dort befand, wo er ihn vermutet hatte, musste er ein Verwarngeld bezahlen.

Falschen Führerschein vorgelegt

Ordnungswidrigkeiten wie die des BMW-Fahrers aus Hann. Münden, aber auch verkehrsrechtliche Verstöße wie fehlendes Erste-Hilfe-Material waren die wesentlichen Punkte, die die Beamten an der B 27 und in Göttingen feststellten. In Göttingen legte ein Fahrer einen falschen Führerschein vor, was eine Urkundenfälschung darstellt, und zwei Verkehrsteilnehmer, die auf dem Gelände der Autobahnmeisterei kontrolliert wurden, fuhren unter Einfluss von Betäubungsmitteln.

Er habe auf Facebook von der Kontrolle gelesen, sagte Steffen R. „Hätte ich Betäubungsmittel zu mir genommen, wäre ich nicht hier lang gefahren“, erklärt er. Dennoch nahmen die Polizisten ihn und sein Fahrzeug auf dem Parkplatz „Krebecker Kreuz“ ganz genau unter die Lupe. Weil einer der Beamten bei dem Fahrer „massive Auffälligkeiten“ wie zum Beispiel „flatternde Augenlider“ bemerkt hatte, wurde R. zu einem freiwilligen Urintest vor Ort gebeten. Dieser fiel zwar negativ aus, dennoch untersagten die Polizisten ihm die Weiterfahrt.

Die Gesamtbilanz

Die Bilanz für alle zehn Kontrollstellen im Direktionsbereich: zwölf Fahrzeugführer standen unter Alkohol- oder Drogeneinfluss, sieben Fahrer fuhren ohne Fahrerlaubnis, einer legte einen gefälschten Führerschein vor. Im Rahmen von Personen- und Fahrzeugdurchsuchungen stellten die Beamten bei zwei Personen Betäubungsmittel sicher. Entsprechende Strafverfahren wurden eingeleitet. Außerdem saßen in einem Pkw mit französischem Kennzeichen, der in Hildesheim kontrolliert wurde, drei rumänische Staatsbürger, die zur Festnahme ausgeschrieben waren. Ferner vollstreckten die Einsatzkräfte zwei Haftbefehle und erhoben insgesamt 1050 Euro aus drei angeordneten Sicherheitsleistungen.

Von Britta Eichner-Ramm

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