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Gieboldehausen Projektwoche: Fünftklässler lernen alles über Milch
Die Region Gieboldehausen Projektwoche: Fünftklässler lernen alles über Milch
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13:59 07.02.2018
Fünftklässer besuchen die Hofgemeinschaft Homann im Gieboldehäuser Ortsteil Elbingen. Quelle: Arne Bänsch
Gieboldehausen

Schon morgens sind die Kinder auf dem Milchviehbetrieb Homann in Elbingen unterwegs. Die Brüder Torsten und Arno Homann, die den elterlichen Hof gemeinsam führen, geben den Fünftklässlern Einblicke ins Melken im Melkstand, in die Milchkontrolle und allgemein in die Nutztierhaltung. Auch das Futter für die Tiere bauen die beiden Landwirte zum Teil selbst an. Kühe kennen die Kinder in Gieboldehausen zwar von der Wiese – aber wie die Milch verarbeitet wird, sehen die meisten auf dem Hof das erste Mal. „Das ist interessant“, meinen die Fünftklässlerinnen Saskia und Mia.

Tiere und Technik faszinieren

Da für die Kühe große Schülergruppen recht ungewohnt sind, müssen die Kinder auch lernen, sich in der Anwesenheit von Tieren ruhig zu verhalten. „Auf Anfrage haben wir schon öfters Kindern den Betrieb gezeigt, auch Kindergärten kommen manchmal“, sagt Torsten Homann. Rund 300 Rinder sind auf dem Hof. Doch nicht nur die Tiere begeistern die Kinder. „Manche sind auch von der Technik fasziniert und würden gern mal Trecker fahren“, stellt Arno Homann schmunzelnd fest.

Lehrreiches auf Gut Herbigshagen

Während eine Schülergruppe die Herkunft der Milch verfolgt, ist eine zweite Gruppe bei der Heinz-Sielmann-Stiftung auf Gut Herbigshagen unterwegs. „Die Kinder sollen nicht nur die konventionelle Milchproduktion kennenlernen, sondern auch einiges über Nutztierrassen und Tierhaltung erfahren“, erklärt Biologielehrerin Melanie Sommer, die das Projekt zum Thema Nahrungsmittelverarbeitung organisiert hat. Ziel sei es, die Schüler zu sensibilisieren, indem all die Arbeit vorgestellt wird, die nötig ist, um Lebensmittel vom Tier zu erhalten – angefangen bei der Tierhaltung bis hin zur Produktgewinnung und -verarbeitung. Dabei sollen auch die Tierbedürfnisse Beachtung finden. Und schließlich sollen die Kinder selbst ausprobieren, wie man aus dem Grundprodukt Milch weitere Produkte wie Joghurt, Frischkäse und Butter herstellt.

Joghurt hergestellt – und gleich selbst probiert

Dazu hat sich die dritte Schülergruppe in der Schulküche versammelt, wo sie von den Lehrerinnen in den hauswirtschaftlichen Bereichen unterstützt wird. Wie wird Milch haltbar gemacht? Wie lange muss die Milch zu Butter gerührt werden? Was passiert mit der Milch beim Erhitzen? Stolz sind die Kinder, als sie ihren selbst hergestellten Joghurt probieren dürfen.

„Bewusstsein für den Wert von Lebensmitteln stärken“

„Wir wollen mit diesem Projekt das Bewusstsein für den eigentlichen Wert von Lebensmitteln stärken. Und auch die Begegnung mit den Tieren soll etwas mehr Respekt für den Verbrauch von Tierprodukten fördern. Vielleicht wird dann ja auch weniger weggeworfen“, fasst Sommer verschiedene Aspekte dieses Themas zusammen. Zudem werde der Bereich Berufsorientierung mit abgedeckt, da es in der Projektwoche Einblicke in verschiedene Berufe gebe, ergänzt Lehrerin Antje Erdmann, die ebenfalls die Kinder bei Nahrungsmittelprojekt begleitete.

Projektarbeit soll auch Sozialkompetenzen fördern

In den anderen Jahrgängen sollen auch soziale und mediale Bereiche thematisch und praktisch erarbeitet werden. Die Projektwoche an der KGS bringt Schüler der drei Schulzweige Hauptschule, Realschule und Gymnasium in den verschiedenen Projektgruppen zusammen, sodass zudem Sozialkompetenzen und Toleranz gefördert werden, erklärt Sommer.

Von Claudia Nachtwey

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