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Gieboldehausen Prozession in Gieboldehausen
Die Region Gieboldehausen Prozession in Gieboldehausen
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00:32 03.06.2018
In Gieboldehausen bildet die Lourdes-Grotte direkt neben St. Laurentius die Kulisse für Fronleichnamszeremonie. Anschließend wird die Hostie nach der Predigt durch die Straßen getragen. Quelle: Markus Hartwig
Gieboldehausen

Katholische Christen haben am Donnerstag das Fronleichnamsfest gefeiert. In Gieboldehausen wurde diese Feier mit einem Gottesdienst ab 10 Uhr vor St. Laurentius begangen. Die Prozession zog anschließend zum Pfarrheim und zurück.

In Gieboldehausen bildet die Lourdes-Grotte direkt neben St. Laurentius die Kulisse für die Zusammenkunft der Gläubigen. Traditionell nehmen an der Veranstaltung auch Kommunionskinder, Grundschüler und eine Delegation der Gieboldehäuser Schützen sowie die Tagespflege St. Vincent teil.

Bildergalerie von der Prozession

Eindrücke von der Prozession

Fronleichnam – der Leib des Herrn in Form von Brot und Wein – „Wir essen es, um uns mit Christus zu vereinen“, begann Priester Matthias Kaminski seine Predigt am Donnerstag. Dieses Verspeisen habe aber nur Sinn, wenn es im Glaube geschehe – zu einer Zeit, in der der christliche Glaube immer mehr schwinde.

„Steh auf und geh’!“, so lautet das diesjährige Motto der Feierlichkeiten zu Fronleichnam. Gemeint ist damit nicht die Aufforderung, einen Ort zu verlassen. Kaminski widmete seine Predigt dem seiner Ansicht nach nachlassenden christlichen Glaube und der damit einhergehenden Mutlosigkeit, zum eigenen Glaube zu stehen. „Steh auf und geh’ meint: Bekenne dich zu deinem Glaube und trage ihn erhobenen Hauptes mit dir.“

Glaube: Herausforderung, Risiko, Provokation

Denn viele seien unsicher, hielten ihren Glauben lieber versteckt. Den Glaube zu leben sei keine Selbstverständlichkeit mehr, sagte der Geistliche. „Ich habe zunehmend den Eindruck, dass der Glaube Privatsache geworden ist.“ Kaminski bemerke den Trend zu einem Leben ohne Gott und ohne Kirche. „Ein lebendiger Glaube scheint zu einer Herausforderung, einem Risiko und zu einer Provokation geworden zu sein.“

„Ja“ zu Christus sagen

Nein, Glaube sei keine Privatsache, das werde zu Fronleichnam deutlich. Kaminski: „Öffentlich wird sich an diesem Tag zum eigenen Glauben bekannt. So geht Glaube hinaus in die Welt – für manch einen mag das eine Provokation sein.“ Jesus selbst trage den Gläubigen auf, den eigenen Glauben nicht versteckt zu halten. „Das ist eine Hoffnung die uns Christen trägt, aber sie ist nicht frei von Risiko.“

Die Menschen warteten darauf, dass ihnen jemand zeigt, im Leben Christi ein Vorbild für das eigene Leben zu sehen, so Priester Matthias Kaminski abschließend. Er appellierte: „Tragen wir den Herrn jeden Tag aufs Neue dahin, wo wir leben. Haben wir den Mumm, zu Christus „Ja“ zu sagen.“

Gefeiert wird zu Fronleichnam die bleibende Gegenwart Jesu Christi in den eucharistischen Gaben von Brot und Wein, die bei der heiligen Messe in Leib und Blut Christi gewandelt worden sind. Der „Leib Christi“ wird daher in Gestalt einer Hostie in einer Monstranz, einem Zeigegerät, nach der Predigt durch die Straßen getragen. Das traditionelle Fest ist 1264 von Papst Urban etabliert worden und wird jedes Jahr am 60. Tag nach Ostern gefeiert – immer am zweiten Donnerstag nach Pfingsten. Der Donnerstag als Festtermin knüpft an den eigentlichen Gedenktag des letzten Abendmahles, den Gründonnerstag, an.

Katholisch für Anfänger:

Wer war Jesus?

Was bedeutet Kirche?

Weitere Prozessionen in der Region:

Weitere Prozessionen gab es an Fronleichnam unter anderem in Duderstadt und Göttingen.

Von Markus Hartwig

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