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Gieboldehausen Neubau für Kindergarten nimmt weitere Hürde
Die Region Gieboldehausen Neubau für Kindergarten nimmt weitere Hürde
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16:44 09.11.2018
Angrenzend an die Grundschule Rhumspringe soll der neue Kindergarten entstehen. Anwohner hatten den Standort kritisiert. Quelle: Franke
Rhumspringe

Mehr Verkehrslärm in den Morgenstunden, mehr Fahrzeuge, die im Halteverbot stehen, und Busse, die nicht vorbeikommen: Das befürchten Anwohner der Grundschule. „Die Belastung bleibt auch nach Bau der Kindertagesstätte im zumutbaren Bereich“, erklärte dazu Bürgermeister Franz Jacobi (CDU) während der Sitzung. Zu diesem Ergebniss seien zwei Gutachten zum Verkehrsaufkommen und zum Lärm gekommen. Die Gemeinde habe sie auf Empfehlung des Landkreises bereits im Aufstellungs- und nicht erst im Baugenehmigungsverfahren in Auftrag gegeben.

„Die Zahl der Busse bleibt unverändert“, erläuterte der Bürgermeister. Der Großteil der 105 Kindergartenkinder komme erst nach Schulbeginn. Nach Schätzung des Gutachters würden 90 Prozent der Kinder mit dem Auto gebracht. Insbesondere Eltern aus Wollershausen und Rüdershausen würden voraussichtlich mehrere Kinder transportieren. Um die Parksituation zu entschärfen, plane die Gemeinde an der neuen Kita bis zu zehn Parkplätze.

Größere Probleme mit Falschparkern erwartet der Bürgermeister nicht. Die Eltern seien schnell wieder weg, sagte er. In der Schulstraße herrsche im Übrigen Tempo 30. Der Buswendeplatz werde im Zuge des Kindergartenbaus um 30 Meter in Richtung der Wohnhäuser verlegt, was nach Meinung des Gutachters zumutbar sei.

Baugebiet südlich der Schule

„Dass die Belastung nicht so schlimm sein kann, zeigt die starke Nachfrage nach Bauplätzen im geplanten Baugebiet südlich der Schule“, betonte Jacobi. Sieben von zwölf Plätzen seien bereits vergeben. Auch beim neuen Baugebiet beriet der Rat über eingegangene Anregungen und Bedenken und machte den Weg für die weitere Planung frei. „Dort können voraussichtlich im Spätherbst 2019 die ersten jungen Familien, die sich über kurze Wege zum Kindergarten und zur Grundschule freuen, mit dem Bau ihrer Häuser beginnen“, kündigte der Christdemokrat an.

„Über den Neubau des Kindergartens beraten wir seit drei Jahren“, gab der Bürgermeister zu bedenken. Der Standort auf der Wiese direkt neben der Grundschule ergebe Sinn, da den Kindergartenkindern dann bei der Einschulung der Weg bereits vertraut sei. Das alte Kindergartengebäude mit seinen 65 Plätzen, darunter 15 für Ein- bis Dreijährige, sei bereits 100 Jahre alt. Die bauliche Situation dort lasse zu wünschen übrig.

Beitragsfreiheit für Kindergartenplätze

„Zudem ist dort keine Erweiterung möglich“, führte Jacobi aus. Diese stehe aber an, da es einen steigenden Bedarf nach Krippen- und aufgrund der Beitragsfreiheit nach Kindergartenplätzen gebe. Außerdem solle der eingruppige Kindergarten in Rüdershausen aufgelöst werden. Die Kinder sollen dann nach Rhumspringe kommen.

885000 Euro aus der Städtebauförderung

„Der Neubau wird nach ersten Schätzungen zwei Millionen Euro kosten“, sagte der Bürgermeister. Bereits 2017 habe die Gemeinde einen Bewilligungsbescheid über 885000 Euro aus der Städtebauförderung erhalten. Er rechne mit einer Eröffnung des Kindergartens im Jahr 2020.

Von Britta Eichner-Ramm

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