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Gieboldehausen Freies WLAN in allen Orten
Die Region Gieboldehausen Freies WLAN in allen Orten
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14:13 01.11.2017
In allen Orten der Samtgemeinde Gieboldehausen soll ein offenes WLAN-Netz eingerichtet werden. Quelle: Christina Hinzmann
Gieboldehausen

Freies WLAN will die Samtgemeinde Gieboldehausen in allen Mitgliedsorten aufbauen. Wie Samtgemeindebürgermeister Steffen Ahrenhold (CDU) mitteilt, sollen 2018 die Vorarbeiten dafür geleistet werden. Geplant ist, zunächst einmal die samtgemeindeeigenen Gebäude zum Aufbau der Netze zu nutzen.

„Wir haben gewartet, bis die WLAN-Haftung beseitigt wurde“, erklärt Ahrenhold. Dies sei am Freitag, 13. Oktober, durch das „3. Gesetz zur Änderung des Telemediengesetzes TMG“ geschehen, ergänzt sein allgemeine Vertreter Georg Moneke. Durch die Gesetzesänderung könne der Betreiber eines offenen WLAN-Netzes nicht mehr für das Fehlverhalten seiner Nutzer zur Rechenschaft gezogen werden, was in der Vergangenheit häufig teure Abmahnungen zur Folge hatte. So müssten Anbieter seit der Änderung nicht für Beschränkungen, Registrierungen oder Verschlüsselungen sorgen.

Die Idee eines offenen WLAN-Netzes in der Samtgemeinde sei inspiriert durch Städte, in denen diese Möglichkeit bereits seit längerem besteht. Ahrenhold nannte das Beispiel Hannover, wo Studenten in den Bereichen mit öffentlichem WLAN zusammenkommen würden, um sich Updates herunterzuladen und dadurch das eigene Datenvolumen zu schonen. Die Freifunkvereine in Göttingen und Duderstadt hätten zum Beispiel in der Region bereits die Möglichkeit geschaffen. Mit solch einem Angebot würde das Wohnen in ländlichen Gebieten einen großen Schritt modernisiert. Das sei auch eine Entscheidung, die den Jugendlichen in den Dörfern weitere Möglichkeiten eröffnen könne.

„Wir wollen das offene WLAN zunächst einmal in den Gebäuden der Samtgemeinde etablieren“, sagt Ahrenhold. Zur Verfügung ständen dafür vor allem die Schul- und Feuerwehrgebäude. „Wir müssen dann von Gemeinde zu Gemeinde schauen, wie weit wir damit kommen.“ Die Feuerwehren hätten ihr Interesse an der Idee bereits bekundet. Als nächstes sei dann zu überprüfen, wo Gemeinden den Netzaufbau unterstützen könnten. Die Idee sei in der jüngsten Bürgermeister-Runde vorgestellt worden. Dorfgemeinschaftshäuser und Mehrzweckhallen wären potenzielle Möglichkeiten und würden darüber hinaus bei Veranstaltungen einen Mehrwert bieten. Eventuell könnten punktuell noch Dritte ins Boot geholt werden. Dabei müsse überlegt werden, wer sich als Dritter anbieten würde. Das könnten nach Monekes Angaben zum Beispiel Firmen sein, in denen abends nicht mehr gearbeitet werde.

Das Ergebnis sei abhängig von der eingesetzten Technik, erläutert Moneke. Eine Antenne biete zum Beispiel eine deutlich weiterreichende Leistung als Router. Dabei spiele auch die Breitbandversorgung eine Rolle. „Sobald schnelleres Internet bereitsteht, können wir auch größere Bandbreiten zur Verfügung stellen“, sagt der Samtgemeindebürgermeister. Für die Umsetzung werde die Samtgemeinde auch die Freifunkvereine ansprechen, da diese in den vergangenen Jahren das entsprechende Know-how gesammelt hätten.

Bei der Finanzierung des Projekts sollen über die Verordnung zur Förderung der Internetanbindung in Kommunen Fördergelder beantragt werden, wie Moneke berichtet. Diese Verordnung habe das Europäische Parlament am 14. September 2016 verabschiedet. Noch sei allerdings nicht bekannt, wie sie umgesetzt werde. „Parallel werden wir überprüfen, ob es weitere Mittel über eine Landesförderung geben wird“, sagt Ahrenhold. Schließlich sei vor der Wahl mit einem digitalen Ausbau geworben worden. Die Samtgemeinde werde jedenfalls im kommenden Jahr alle vorbereitenden Maßnahmen in die Wege leiten.

Von Rüdiger Franke

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