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Gieboldehausen Kampf gegen steigendes Wasser im Bahnhofsviertel
Die Region Gieboldehausen Kampf gegen steigendes Wasser im Bahnhofsviertel
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18:48 15.01.2018
Quelle: GT
Gieboldehausen

Zur „Entwässerung im sogenann­ten Gieboldehäuser Bahnhofs­viertel“ informiert Ingenieur Friedel Meyer am Donnerstag, 18. Januar, im Bauausschuss des Rates der Samtgemeinde Giebolde­hausen. In der Vergan­genheit gab es bei Starkregen immer wieder Probleme im Überschwemmungsgebiet.

Der Starkregen vom 24. bis 26. Juli 2017 habe das Thema noch einmal verdeutlicht, erklärt Samtgemeindebürgermeister Steffen Ahrenhold (CDU), der zu dem Zeitpunkt gerade einmal zwei Monate im Amt war. „Die Problematik gibt es schon deutlich länger“, sagt Dierk Iben aus dem Fachbereich 4, Bauen und Wohnen. Die Kanalisation wurde 1958 als Trennsystem geplant, berichtet Fachbereichsleiterin Christina Kutzborski. 1962 sei dann mit dem Bau begonnen worden. 1965 sei dieser im Bahnhofsviertel fertiggestellt worden.

Festinstallation für Pumpen geplant

In den 2000er-Jahren sei die Samtgemeinde in mehrfacher Hinsicht tätig geworden, um gegen das hochsteigende Wasser im Überschwemmungsgebiet anzugehen. Mit Reparaturen sollte das Fremdwasser aus dem Kanalsystem herausgehalten werden. Auch trage ein neues Schachtsystem dazu bei, dass das Regenwasser besser abfließe. „War die Einleitung vorher fast rechtwinklig, so erfolgt diese jetzt im 45-Grad-Winkel“, erklärt Iben.

Das Problem sei noch nicht zu 100 Prozent gelöst, sagt Kutzborski. Eine Festinstallation soll ihren Teil dazu beitragen. Bislang hätten die Pumpen immer manuell bedient werden müssen, wenn das Wasser bei Starkregen steige. Stromaggregate hätten angeliefert werden müssen und der Klärwerker habe regelmäßig den Schacht kontrollieren müssen. Mit der Festinstallation werde es einen Alarm geben und „die Pumpen könnten per Knopfdruck gestartet werden“, erläutert Iben. Das entlaste die Klärwerker, die bei hohen Pegelständen von Rhume, Hahle und Suhle sowieso deutlich mehr Arbeit hätten.

Erstes Ziel: Kanalnetz komplett abdichten

Das erste Ziel der Samtgemeinde sei, „dass wir unseren Kanal zu 100 Prozent dicht machen“, sagt Iben. Probleme könnten aber auch weiter auftreten, denn das private Kanalnetz sei etwa doppelt so lang und gerade in früheren Jahren nicht immer von Fachfirmen verlegt worden. Auch könne ein Materialmix dazu beitragen, dass es Undichtigkeiten gebe. Allerdings gibt Iben zu bedenken, dass das Grundwasser steigen werde, wenn das Kanalnetz komplett dicht sei.

Mit der Präsentation in der Ausschusssitzung will die Samtgemeindeverwaltung den Bürgern erläutern, was getan wurde und in Zukunft getan werden soll, um die Problematik weiter einzudämmen. „Wir wollten die Situation von einem Fachmann mit neutralem Hintergrund erklären lassen“, ergänzt Kutzborski, warum die Samtgemeinde den Ingenieur beauftragt habe. Meyer habe die Thematik seit Jahrzehnten begleitet. In der Präsentation werde unter anderem auch an einer Karte gezeigt, wie weit das Überschwemmungsgebiet reicht. Die Sitzung beginnt am Donnerstag um 18 Uhr im Sitzungssaal des Gieboldehäuser Rathauses, Hahlestraße 1.

Von Rüdiger Franke

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