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Gieboldehausen Shoppen im Second-Hand-Kaufhaus
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00:29 25.04.2018
Karin Adler, Vorsitzende des Gymnastikvereins, organisiert den Frauenkleidermarkt in Rollshausen. Quelle: Julian Habermann
Rollshausen

15 bis 20 Frauen waren im Einsatz, um Kleidung und Waren von 56 Teilnehmerinnen anzunehmen. Jede Frau darf maximal 70 Teile abgeben, die in der Halle verkauft werden. Etwa 4000 Artikel nahmen die Helfer des Gymnastikvereins am Vorabend entgegen. Schmuck, Tupperware und auch Dessous und Bücher gab es schon im Sortiment. „Darunter ist viel neuwertige Markenkleidung“, sagt Karin Adler, die Vorsitzende des GV Rollshausen. Sie organisiert den Kleidermarkt. „Wir haben dieses Jahr Handtaschen von Michael Kors und Schuhe verkaufen sich immer gut.“ Adler schätzt den Umsatz des Frauenkleidermakrts auf 3000 Euro.

Einkaufen wie im Kaufhaus

Anders als bei einem Flohmarkt wurden die Kleidungsstücke sortiert und ausgestellt, wie in einem Kaufhaus. Die Kunden sollen sofort einen Überblick haben und gezielt nach Kleidung in ihrer Größe suchen können, erklärt Adler. Bei den Umkleidungsräumen konnten Besucher, das, was nicht passt an Kleiderständer hängen. Die Mitglieder des Gymnastikvereins sortierten alles wieder ein. „Wie in einem Kaufhaus - ein Second-Hand-Kaufhaus“, sagt die Vorsitzende des Gymnastikvereins.

Große Asuwahl beim Frauenkleidermarkt in Rollshausen. Quelle: Julian Habermann

„Es ist viel Aufwand“, sagt Adler. „Aber wir betrachten das Ganze auch unter ökologischen Gesichtspunkten: Alles, was noch einmal getragen wird, muss man nicht wegschmeißen. „Vieles an Kleidung werde sehr billig angeboten und werde entsprechend schnell wieder entsorgt. „Für die Herstellung einer einzigen neuen Jeans werden 7000 l Wasser und unzählige Chemikalien benötigt. Wir alle entsorgen ständig Kleidung im Container, die eigentlich noch gut und tragbar ist. Wir müssen lernen, Kleidung wieder wertzuschätzen. Jedes Kleidungsstück, das weitergegeben wird, spart wertvolle Ressourcen“, erklärt sie.

Immer mehr Kunden kommen

Die Besucher kommen aus Göttingen, dem Eichsfeld und auch aus dem Harz. „Der Kleidermarkt wird immer bekannter. Wir finanzieren damit unsere Vereinsangebote“, erläutert Adler. Jeder, der sich anmeldet, zahle eine Grundgebühr und der Verein bekomme zehn Prozent vom Umsatz. „Die Nachfrage von Frauen, die etwas verkaufen wollen, war von Anfang an sehr groß. Wir können gar nicht noch mehr Kleidung annehmen.“ Es gebe 20 bis 30 Frauen, die sich vergebens anmeldeten. „Räumlich sind unsere Grenzen erreicht“, erklärt Adler. Trotz des schönen Wetters war die Halle voll. „Frauen kaufen einfach lieber ein.“ Die Sachen im Kleiderschrank wechselten oft schneller als bei Männern.

Von Julian Habermann

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