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Gleichen Gelungene Premiere auf der Waldbühne
Die Region Gleichen Gelungene Premiere auf der Waldbühne
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00:17 17.05.2017
Quelle: Tina Hey
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Bremke

Hinter der Bühne hatte es zuletzt einige Missstimmungen gegeben. Autor Christian Sander, Regisseurin Juliana Schmidt und mehrere Schauspieler verließen Mitte April nach mehrmonatigen Vorbereitungen und großem persönlichen Einsatz die Produktion. Die bisherige Co-Regisseurin Silvie Stiller übernahm das Zepter, holte einige Mitwirkende aus früheren Stücken zurück – und stellte sich der ambitionierten Aufgabe, das von Sander eigens für die Waldbühne geschriebene Stück in kürzester Zeit doch noch erfolgreich auf die Bühne zu bringen.

Info

Wer „Das große Märchenallerei“ sehen möchte, hat dazu in dieser Saison noch 16-fach Gelegenheit – das nächste Mal am kommenden Sonntag um 15 Uhr auf der Waldbühne in Bremke. Tickets gibt es ab 14 Uhr an der Tageskasse. Weitere Informationen: waldbuehne-bremke.de.

Und auch wenn die Ausgeschiedenen im Streit gegangen sein mögen, so war die Handschrift der früheren  künstlerischen Leitung bei der Premiere noch zu erkennen – etwa an den auftauchenden Figuren, die so mancher Besucher noch aus ehemaligen Stücken wiedererkannt haben mag. So sahen der Zwerg Hubie (Premierenbesetzung: Pia Elix) oder das Rumpelstilzchen (Jette Wüstefeld) genauso aus wie in den Inszenierungen von 2016 und 2015. Dass aber auch die neue Regisseurin ihren eigenen Stil einbrachte, zeigte sich an der Reaktion des Autors Christian Sander: „Ich hätte mir schon gewünscht, dass auch die anderen Figuren, die wir hier auf der Waldbühne in früheren Stücken sehen konnten, einen größeren optischen Wiedererkennungswert erhalten hätten.“ Hübsch anzusehen waren sie allerdings allesamt – ob Schneewittchen und Aschenputtel (beide gespielt von Jessica Schweitzer), Rapunzel (Jasmin Grube), Frau Holle (Heike Schatz), Rotkäppchen (Mia Degener) oder der gestiefelte Kater (Sebastian Kaps).

Die eigentliche Geschichte drehte sich in Anlehnung an das Märchen „Vom Fischer und seiner Frau“ um Hans (Rick Leander Stiller), den etwas trotteligen Gehilfen des armen Fischers (Jan Strebelow), der in seiner Verzweiflung den Elfenkönig (Stefan Erhardt) um Hilfe bittet, weil der See einfach keine Fische mehr hergibt. Der Elfenkönig gewährt dem Fischer die Erfüllung dreier Wünsche – was diesem allerdings zu Kopf steigt. Er verändert sich zum Negativen und wird dadurch schließlich zu Rumpelstilzchen. Das Stück erzählt somit zunächst Rumpelstilzchens Vorgeschichte. Nach diesem überraschenden „Prequel“ geht es nach der Pause einmal quer durch den Märchenwald, denn der treue Hans will mit Hilfe der Waldelfen (Alisea Müller, Jerik Hoffmeister, Tabea Umlauf) seinem alten Freund, dem Fischer, helfen. Der Elfenkönig stellt in Aussicht, dass es einen Zauber gibt, der ihn vielleicht zurückverwandelt. Die hierfür benötigten Schneeflocken liefert Frau Holle, das notwendige Schnurrhaar kommt vom gestiefelten Kater, und die Träne eines unschuldigen Mädchens sammelt Hans bei Rotkäppchen ein.
„Das große Märchenallerei“ kommt zwar ein bisschen schwer in Gang, weiß dann aber die verschiedenen Figuren kreativ in die keineswegs überladene Handlung einzubinden. Die gelungene Interaktion mit dem Publikum, originelle Sound- und Bühneneffekte, neue Außenmikrofone, ein pointierter Cameo-Auftritt des bösen Wolfs sowie ein durchweg engagierter Cast, der sich von den erwähnten Turbulenzen nichts anmerken ließ, machten die Premiere letztlich zu einem Erfolg. Schade nur, dass Schmidt und Sander bei der Vorstellung des Ensembles keine Erwähnung mehr fanden.

4.000 Euro für die Waldbühne

Kurz vor der Premiere des neuen Stückes „Das große Märchenallerei“ übergaben Mitglieder des Lions Clubs „Göttinger 7“ einen symbolischen Scheck in Höhe von 4000 Euro an den Vorsitzenden des Waldbühne-Vereins, Horst Fädrich. Die Lions sammelten das Geld bei einem traditionellen Rinderwurstessen im Alten Rathaus ein. Der Serviceclub will damit den Fortbestand der Waldbühne unterstützen, da hier immer wieder Sanierungen und bauliche Veränderungen nötig werden. „Wir können dieses Geld zur Instandhaltung der Waldbühne sehr gut gebrauchen. Erst dadurch wird ja letztlich der langfristige Betrieb der Bühne ermöglicht“, sagte Fädrich nach der Übergabe.

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