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Gleichen Felsen behindern Brückenbau
Die Region Gleichen Felsen behindern Brückenbau
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00:17 13.05.2017
Felsiger Untergrund behindert die Bauarbeiten an der neuen Brücke. Quelle: Wenzel
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Bremke

Der Weg ist mit rotweißen Barken blockiert, die alte Brücke ist längst abgerissen und am Bachufer ragen Spundwände für die Baugrube aus dem Boden. Nur wenige Meter tief sind die Bagger gekommen, dann war Schluss. Dort, wo neue Fundamente für die neue Brücke Fuß fassen sollten, versperrt harter Felsen den Weg der Arbeiter, erklärte Rainer Barwing, Leiter des Bauamtes der Gemeinde Gleichen. Eine Überraschung - bei punktuellen Probebohrungen habe es darauf keine Hinweise gegeben. Folge: Die Statik müsse neu berechnet und das Fundament samt Stützkonstruktion neu geplant werden.

Eigentlich sollte die Brücke im ersten Quartal dieses Jahres freigegeben werden, wann es jetzt weiter geht, sei offen so Barwing. Die Brücke selbst werde an anderer Stelle gefertigt und zum Abschluss in die Unterkonstruktion eingehängt.
Glück im Unglück: Die Gemeinde nutzt die Gelegenheit, den Verlauf des Radweges und der Brücke zu ändern. Bisher führte sie im rechten Winkel über den Wendebach. Künftig werde sie diagonal in einem 45-Grad-Winkel über den Bachlauf führen, so der Bauamtsleiter. Entsprechend gefälliger werde auch der Weg verlaufen.

Zu schmal und instabil

Die Brücke hat eine bewegte Geschichte. 1998 wusste die damals etwa 15 Jahre alte Holzbrücke schon einmal saniert werden – sie war völlig marode. Der Rad- und Fußweg führte damals noch vom Dorf über diese Brücke zum außerhalb liegenden Friedhof Bremkes. 2013 haben Gemeinde und das Land Niedersachsen dann einen lang ersehnten Radweg zwischen Reinhausen und Bremke gebaut und dabei auch das kurze Teilstück zwischen Dorf und Friedhof erneuert. Die Brücke sollte weiter genutzt werden.

Das aber rief die Straßenmeisterei des Landes auf den Plan: Sie muss nach Vereinbarungen mit der Gemeinde dafür sorgen, dass der Weg im Winter Schnee- und Eisfrei ist, weigerte sich aber, über die alte Brücke zu fahren. Sie sei zu schmal und instabil, um die großen Räumfahrzeuge zu tragen. Nach mehreren Debatten im Rat stimmten die Politiker schließlich zu, auch die Brücke zu erneuern – in Absprache mit dem Land. Nach bisherigen Berechnungen sollte die Gemeinde Gleichen die Planungskosten in Höhe von 9500 Euro tragen und 63 000 Euro für den Bau vorstrecken. Das Geld bekäme sie später vom Land erstattet. Wie teuer sie jetzt wird, sei noch offen, sagte Barwing.

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