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Gleichen Freunde des Jazz zu Gast in Gleichen
Die Region Gleichen Freunde des Jazz zu Gast in Gleichen
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18:51 03.08.2018
Grégory Privat tritt beim Festival "Jazz ohne Gleichen" mit seinem Trio auf. Quelle: Foto:
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Rittmarshausen

Eröffnet wird der Festivalsonntag von zwei jungen Musikern. Um 11 Uhr spielen die Blechbläser Jonas und Micha-Thomke Nolte aus Bielefeld die „Fanfare fort the Common Man“. Aaron Copland komponierte das Werk 1942 zur Ehrung der Bürgerrechte, teilen die Organisatoren mit.

Rahalla tritt anschließend auf. Die Band ist zwar international besetzt, die Musiker kommen aber aus der Region. Das Quintett um den ägyptischen Qanoun-Spieler Hossam Shaker hat sich der musikalischen Begegnung unterschiedlicher Kulturen verschrieben. Die Musiker haben einen sehr eigenen Stil zwischen Jazz und Weltmusik entwickelt. Rahalla tritt von 11.15 bis 12.30 Uhr auf.

Von 13 bis 13.30 Uhr präsentieren Workshopteilnehmer und -leitungen das am Sonnabend Erarbeitete. Anschließend kommt das Anna Maria Sturm Quintett auf die Bühne. Gemeinsam mit ihren vier professionellen Musikern präsentiert die Schauspielerin und Sängerin Sturm das Debütalbum der Band: „Tales of Woe“. Das umfasst Songs aus den 20er- bis 50er-Jahren des „Great American Songbook“ und Lieder des großen französischen Chansonniers Serge Gainsbourg. Das Quintett stehe für einen lebensfrohen und zugleich tiefgründigen Jazz, meinen die Organisatoren. Die Band spielt von 14 bis 15.15 Uhr.

Das weitere Programm des Festivals

Neben den musiklaischen Programmteilen wird bei dem Festival Jazz ohne Gleichen auch ein Film gezeigt. Regisseur Hans-Erich Viet hat in „Der letzte Jolly-Boy“ – die Geschichte eines jüdischen Swing-Musikers verfilmt. Drei Jahre lang hat er den Holocaust-Überlebende Leon Schwarzbaum, Jahrgang 1921, über drei Jahre begleitet. Als Einziger seiner Familie überlebt Schwarzbaum, geboren in Hamburg und aufgewachsen im polnischen Będzin, das dortige Ghetto. In Bobrek, einem Außenlager von Auschwitz, leistet er Zwangsarbeit für Siemens. Er überlebt Auschwitz-Birkenau, Buchenwald und Haselhorst, auch die Todesmärsche von Auschwitz nach Gliwice und von Sachsenhausen nach Schwerin. Im letzten Auschwitz-Prozess gegen den ehemaligen SS-Mann Reinhold Hanning war Schwarzbaum einer der Zeugen und Nebenkläger. Der Film läuft am Sonnabend um 19 Uhr. Einige der Musiker des Festivals bieten am Sonnabend von 14 bis 18 Uhr Workshops an. Die Teilnahme kostet 10 Euro.Anmeldung ist unter Telefon 01 72 / 93 41 531 möglich. Ein Ganztages-Festivalticket kostet 28 Euro, ab 14 Uhr 18 Euro. Schüler zahlen 9 Euro Familien 40 Euro.

Ab 16 Uhr tritt dann ein ungewöhnliches US-amerikanisches Duo auf. Joey Baron gilt als bedeutender Schlagzeuger des Anantgarde Jazz, Robyn Schulkowsky als eine der bedeutendsten Perkussionisten der zeitgenössischen Musik. Durch die Zusammenarbeit mit Musikern und Künstlern aus unterschiedlichen Kulturkreisen und Kontexten haben Schulkowsky und Baron eine reiche Musiksprache entwickelt, die sie in ihren gemeinsamen perkussiven Improvisationen immer wieder neu zusammenführt. Schulkowsky arbeitete bereits mit Komponisten wie Karlheinz Stockhausen, John Cage zusammen, Baron mit Musikern wie Marianne Faithfull, Bill Frisell, Stan Getz und John Zorn.

Piano-Jazz mit karibischen Akzent verspricht das Grégory Privat Trio ab 17.15 Uhr. „Alle Elemente der karibischen Musik stecken in mir, sie übertragen sich intuitiv und natürlich in meine Musik. Aber ich versuche immer, auch anderswohin zu gehen, jeden Tag verschiedene Stile zu entdecken“, so Privat. „Mein Ziel ist es, meine eigene Stimme zu finden, die etwas Neues in die Musik bringt und mich selbst überrascht.“

Zum Abschluss des Abends betreten die 17 Musiker von Fette Hupe um 19 Uhr die Bühne. Es heißt, die besten Musiker Hannovers hätten sich zusammengetan und präsentieren ungehörte und kreative Musik im „fetten“ Bigband-Sound. Mit exklusiven Werken, Uraufführungen und Auftragskompositionen von niedersächsischen Gastkomponisten sorgt die Band regelmäßig mitreißende Konzertabende

Von Peter Krüger-Lenz

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