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Gleichen Kartoffel- und Streuobstfest in Reinhausen
Die Region Gleichen Kartoffel- und Streuobstfest in Reinhausen
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00:16 26.09.2017
Tobspaß im Strohberg beim Kartoffelfest in Reinhausen. Quelle: Peter Heller
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Reinhausen

Vor der alten Domänen-Scheune stehen Körbe voller Kartoffeln, gleich daneben knackige Äpfeln und Birnen. Während die Kinder im großen Strohberg toben, Schafe streicheln und aus Holzstöcken lustige Waldeulen schnitzen, lassen sich ältere Besucher die ersten Herbstkränze binden, mischen Kräutersalz und probieren Wildschweinbratwurst. Aus dem großen Lehmofen duftet es nach frischem Fladenbrot, aus der RUZ-Küche nach Pellkartoffeln und Kartoffelsuppe.

Pellkartoffeln der besonderen Sorte an Quark. Quelle: Peter Heller

Zum 17. Mal haben das Waldpädagogikzentrum Göttingen und das Regionale Umweltbildungszentrum (Ruz) Reinhausen ihr Kartoffel- und Streuobstfest organisiert. Im Mittelpunkt standen dabei natürlich die etwa 60 Kartoffelsorten, die 750 Kinder aus dem Raum Göttingen mit den RUZ-Pädagogen das jahr über auf umliegenden Feldern angebaut und geerntet haben. Und es sind die besonderen Sorten, die die Besucher anziehen und faszinieren: Heiderot, Blaue Anneliese oder La Bonotte sind nur wenigen bekannt. „Probieren Sie doch mal die Rote Emmalie“, empfiehlt Carolin Steffen Margarete Pregnitz aus Göttingen. Die Erdknolle heißt nicht nur so, ihr Fleisch ist tatsächlich rot -und vorwiegend festkochend. Sie eignet sich für Gratin, Pellkartoffeln, Salzkartoffeln und andere Variationen. Pregnitz greift gerne zu: „Wir kommen jedes Jahr und probieren neben unseren Stammkartoffeln immer mal etwas Neues aus“, erklärt die 58-jährige Kartoffel-Liebhaberin. Vier Kilo von der klassischen Linda hat sie schon im Einkaufsnetz.

Mittagspause Quelle: Peter Heller

Ihre Enkelkinder greifen unterdessen immer wieder begeistert in die großen Wannen mit Mais und anderem Korn - eine der Fühl- und Lernstationen, an denen nicht nur Kinder viel über nachhaltige Land- und Forstwirtschaft erfahren. Vorher haben sie schon Saft aus Äpfeln gepresst und erstaunt beobachtet, wie Pomologin Sabine Fortak von Besuchern mitgebrachte Äpfel bestimmt. „Ich will schon lange wissen, was für ein Apfel da eigentlich an meinen Bäumen wächst“, sagt Paul Wagner. Aus Duderstadt ist es gekommen, jetzt muss er in der Schlange auf die Antwort warten.

Apfelbestimmung. Quelle: Peter Heller

Mit Liedern rund um die Kartoffel hatten Kinder der Göttinger Albani-Grundschule das Fest mit zahlreiche Mitmachangeboten eröffnet. Während Gartenbesitzer zwischen angebotenen Stauden und im Kräutergarten des Bildungseinrichtung stöberten, spielte die Band Lila Live der Göttinger IGS zum Mittagstisch - natürlich mit lauter Gerichten aus Kartoffeln. „Jedes Jahr kommen mehr Besucher“, bilanzierte RUZ-Sprecher Burghard Verch zufrieden - „besonders, wenn das Wetter so gut mitspielt“.

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Apfelbestimmung.


Von Ulrich Schubert

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