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Gleichen Wälder nach Sturmtief noch nicht wieder betretbar
Die Region Gleichen Wälder nach Sturmtief noch nicht wieder betretbar
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14:54 22.01.2018
Folgen des Sturms "Friederike" in den Wäldern sind noch nicht absehbar. Quelle: dpa
Reinhausen/Hemeln

Die Winterwanderung auf dem Frau-Holle-Pfad am Sonnabend, 27. Januar, wurde von der Naturparkverwaltung aus Sicherheitsgründen abgesagt. „Die Wege sind nicht frei“, sagte Gabriele Knauf-Golde vom Naturpark. Außerdem sei das Risiko, dass weitere Bäume umstürzen, zu groß. „Wir wollen nicht, dass sich bei der Veranstaltung jemand verletzt“, betonte Knauf-Golde. Für Besucher, die trotz der Absage am Treffpunkt erscheinen, gebe es jemanden, der sie vor Ort über die Absage informiert. Die Wanderung soll eventuell zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

Im Zuständigkeitsbereich des Forstamtes Reinhausen gebe es zwar keine gesperrten Wege, doch seien die meisten aufgrund des Windbruchs nicht passierbar. „Die Arbeiter sind gerade erst dabei, sich in den Wald vorzukämpfen“, sagte Forstamtsleiter Axel Pampe. Er rechne damit, dass es innerhalb dieser Woche gelinge die Wege freizuschneiden. Um die Schäden zu beziffern, die das Sturmtief in den Wäldern der niedersächsischen Landesforsten angerichtet hat, soll es am Mittwoch ein erstes Treffen von Verantwortlichen aller Forstämter geben.

Auch im Bereich des Forstamtes Münden, das seinen Sitz in Hemeln hat, sei eine Besichtigung der Schäden noch nicht möglich gewesen. Doch sei davon auszugehen, dass ein gesamter Jahreseinschlag „Friederike“ zum Opfer gefallen sei. „Das entspricht mehreren 1000 Festmetern“, berichtete Verwaltungsdezernent Ulrich Dube. Insgesamt rechnet er mit einem ähnlichen Ausmaß wie bei „Kyrill“ vor elf Jahren.

Wege seien zwar auch im Mündener Zuständigkeitsbereich nicht gesperrt, doch seien die Waldwege eigentlich alle nicht passierbar. „Wir haben bislang erst einmal dafür gesorgt, dass die öffentlichen Wege wieder frei sind“, erklärte er. Dube sieht insbesondere in den Bäumen, die während des Sturms entwurzelt wurden, aber nicht vollständig umgefallen sind, eine Gefahr für Spaziergänger. „Diese Bäume, die zum Teil in anderen hängen geblieben sind, können sich lösen und fallen“, sagte Dube.

Auf eine Gefahr durch die momentanen Witterungsverhältnisse weist Pampe hin. „Die Wälder zu betreten, ist auch wegen des Schnees derzeit gefährlich“, erklärte der Leiter des Forstamtes Reinhausen. Durch das zusätzliche Gewicht durch den Schnee könne es sein, dass einzelne Äste abbrechen. Die Aufräumarbeiten werden vermutlich noch längere Zeit andauern, denn wenn die Wege wieder frei seien, müssten auch noch mit dem Aufarbeiten der gefallenen Bäume begonnen werden. Wie viel Zeit dies in Anspruch nehme, könne derzeit noch nicht gesagt werden. ve

Von Vera Wölk

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