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Gleichen Weg frei für Baugebiet in Reinhausen
Die Region Gleichen Weg frei für Baugebiet in Reinhausen
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00:24 12.05.2018
Auf einer Ackerfläche am Ortseingang von Reinhausen soll ein großes neues Wohn- und Gewerbegebiet entstehen. Der Rat Gleichen hat dafür jetzt die Weichen gestellt. Quelle: Peter Heller
Reinhausen

Grundstücke für etwa 30 Einzel- und Doppelhäuser und ein Gewerbe-Mischgebiet will die gemeindeeigene Gesellschaft für solche Zwecke auf einer Ackerfläche mit der Bezeichnung „Am Rischenplatz“ erschließen. Das Gelände am nord-westlichen Ortseingang von Reinhausen liegt in Hanglage. Im oberen Bereich Richtung Diemarden sollen Wohnhäuser stehen, der unterre Bereich ist für Gewerbeobjekte vorgesehen.

900 Quadratmeter Verkaufsfläche

Weitgehend sicher ist nach Angaben der Gemeindeverwaltung, dass der Lebensmitteldiscounter Netto dort ein Geschäft mit einer Verkaufsfläche von etwa 900 Quadratmetern eröffnen wird. Geplant sind außerdem ein Ärztehaus und eine Autowaschanlage. Hauptmotivation für das Mischgebiet war die Ansiedlung eines Lebenmittelmarktes. Ein Gutachten hatte ergeben, dass solche Angebote in Gleichen fehlen. Aber auch den steigenden Bedarf nach Baugrundstücken für Wohnhäuser will die Gemeinde nachkommen.

Unumstritten ist das Projekt nicht. bei der Abstimmung votierten die Mitglieder der Grünen im Rat dagegen, Wolfgang Schöngraf (CDU) enthielt sich der Stimme. „Die Lage an einem steilen Hang mit bis zu acht Prozent Gefälle beziehungsweise Steigung sei „ungünstig“, erklärte für die Grünen Matthias Grün. Darauf habe auch der Planer bereits hingewiesen. „Ärgerlich“ sei auch, dass Rat und Verwaltung die Anregung „ignoriert haben“, für das gesamte Areal ein Blockheizkraftwerk (BHKW) zu bauen. Auch die Chance, gezielt Mietwohnungsbau zu fördern, habe der Rat verpasst.

Debatte über Blockheizkraftwerk

Ein BHKW als alternativen Energieerzeuger und Mietwohnungsbau vermisste in der Bürgerfragestunde auch Kirsten Räke aus Diemarden. Und mit einem fremdfinanzierten Billigdiscounter vergebe die Gemeinde die Chance, mit ihrer Beteiligung einen genossenschaftlich geführten Lebensmittelladen aufzubauen, fügte sie an. Würden dort regionale Produkte vertrieben, hätte es der Gemeinde doppelt genutzt.

Über ein BHKW sei diskutiert worden, konterte Gemeindebürgermeister Manfred Kuhlmann (SPD), ein darauf angesprochener großer Energieversorger habe allerdings abgewunken. Und die Grundstücksgrößen seien inklusive Geschossflächenzahl zum Teil bewusst so bemessen, dass Investoren auch Häuser mit Mietwohnungen errichten können. „Das hoffen wir jedenfalls“, so Kuhlmann.

Die anderen Fraktionen äußerten sich nicht weiter zu ihrem Beschluss. Allerdings hatten sie das Thema bereits im vergangenen Jahr lange diskutiert. Den Ende des Jahres geänderten Flächennutzungs- und Bebauungsplan für das Wohn- und Gewerbegebiet mussten sie allerdings zurückziehen. Der Landkreis Göttingen hatte als Genehmigungsbehörde einen Formfehler bei den Vorbereitungen moniert. Nach der Abstimmung äußerten sich vor allem Politiker aus Reinhausen erleichtert. „Endlich kann das mal losgehen“, kommentierte neben anderen Ursula Köwing (FWG-BsP).

Extra-Fußweg Richtung Dorf

Das Baugebiet liegt auf bisherigem Ackerland in einer Spange zwischen zwei Landesstraßen. Vor den Beschlüssen hatte die Gemeinde ein Umweltgutachten und ein Lärmgutachten erstellen lassen – im Ergebnis ohne gravierende Einschränkungen. Die Zufahrt in das Gewerbe- und Baugebiet soll von der Landesstraße 568 erfolgen. Für Fußgänger soll es aber auch Verbindungen zu einem etwas älteren Baugebiet an der Nordflanke Reinhausens geben.

Der Flächennutzungsplan muss jetzt vom Landkreis genehmigt werden. „Dann können wir hoffentlich bald mit der Erschließung beginnen“, sagte Kuhlmann. Er rechne mit ersten Bautätigkeiten – auch für dem Markt – Ende Mai oder Anfang Juni.

Von Ulrich Schubert

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