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Gleichen So läuft die Vollsperrung in sechs Etappen
Die Region Gleichen So läuft die Vollsperrung in sechs Etappen
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16:45 25.09.2018
Die Karte zeigt vier der sechs Bauabschnitte (BA). Die grün markierten Fahrbahnbereiche werden nicht erneuert. Quelle: Grafik: Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
Göttingen / Friedland

 Die Bundesstraße 27 zwischen Friedland und Göttingen wird derzeit in sechs Teilabschnitten saniert – jeweils unter Vollsperrung. Kompliziert wird vor allem der zweite Bauabschnitt: Voraussichtlich vom 28. September an wird hierfür die Ortsdurchfahrt Groß Schneen nahezu komplett gesperrt. Anlieger werden ihre Häuser und Wohnungen dann voraussichtlich bis zum 10. Oktober nicht mehr mit dem Auto erreichen können.

Begonnen haben die Arbeiten an der Fahrbahndecke, die zwischen Friedland und Göttingen „partiell erneuert“ werden soll, am 19. September auf dem ersten Teilstück zwischen dem Ortsausgang Friedland und dem Abzweig nach Reckershausen. Dieser Abschnitt ist seitdem für den Verkehr voll gesperrt – und bleibt es voraussichtlich noch bis zum 27. September, wie Hermann-Josef Ewald von der zuständigen Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Bad Gandersheim bestätigt. Zwar sei es zuletzt zu einer Verzögerung bei den Asphaltierungsarbeiten gekommen, aber den Zeitplan sieht Ewald bislang nicht gefährdet. Trotzdem könne es durch verschiedene Einflussfaktoren, etwa durch ungünstige Witterung, grundsätzlich immer zu Verzögerungen kommen, weshalb die vorgesehene Zeitschiene nicht als verbindlich anzusehen sei.

Tankstelle als Grenze zwischen zwei Bauabschnitten

Läuft weiterhin alles nach Plan, dann müssen die Anlieger an der Ortsdurchfahrt in Groß Schneen von Freitag an 13 Tage lang mit erheblichen Einschränkungen leben. Der zweite Bauabschnitt beginnt an der Einmündung nach Reckershausen und endet an der Star-Tankstelle am nördlichen Ende des Ortes. „Aus Arbeitssicherheitsgründen muss hierzu die Bundesstraße einschließlich der Ortsdurchfahrt in diesem Bereich voll gesperrt werden“, heißt es in einer Mitteilung der Landesbehörde. Umleitungen sollen demnach über Friedland und Stockhausen geführt werden.„Der Verkehr nach Groß Schneen ist nur aus Richtung Göttingen über die B 27 bis zur Tankstelle in Groß Schneen möglich. Damit sind für die Anwohner sowohl der Ost- als auch der Westteil von Groß Schneen weiterhin erreichbar“, heißt es in der Mitteilung weiter. Einschränkungen und Verzögerungen werde es allerdings beim Busverkehr geben. Und: „Während dieser Bauphase können die Anlieger der Ortsdurchfahrt ihre Grundstücke nicht mit dem Kraftfahrzeug erreichen.“ Der Fußgänger- und Radverkehr werde hingegen nicht beeinträchtigt.

Göttingen ist aus Richtung Friedland über die B 27 derzeit nicht auf direktem Weg erreichbar. Quelle: CHH

Die Gemeinde Friedland hatte bereits am 20. September einen Brief an die Anlieger der Ortsdurchfahrt Groß Schneen verschickt und darin die Baumaßnahme erklärt. In diesem Schreiben wird auch erläutert, dass die Ortschaft während der Vollsperrung über die Kreisstraße 22 von und nach Ludolfshausen sowie über die Kreisstraße 27 aus Richtung Klein Schneen und Friedland (via Kreisstraße 26) weiterhin erreicht werden kann. Die innerörtliche Verbindung zwischen Ober- und Unterdorf sei über den nördlichen Knotenpunkt „Am Dorfe / Ludolfshäuser Straße / B27“ möglich. Genau dieser Knotenpunkt werde dann als dritter Bauabschnitt voraussichtlich am 10 und 11. Oktober gesperrt. „Die Tankstelle wird die gesamte Zeit über anfahrbar sein“, erklärt Ewald. Der Vorteil sei hier, dass zwei Einfahrten zur Verfügung stehen. Die Grenze zwischen den Bauabschnitten liegt also genau zwischen diesen beiden Einfahrten.

Ballenhausen zeitweise nur über Reinhausen erreichbar

Ist auch dieser dritte Bauabschnitt geschafft, geht es voraussichtlich vom 12. bis 19. Oktober zwischen dem Ortsausgang Groß Schneen und der Kreuzung bei Stockhausen weiter. Der dortige Einmündungsbereich der Landesstraße 564 soll im Bereich der Verkehrsinseln ebenfalls saniert werden. Ballenhausen wird in dieser Zeit nur über Reinhausen erreichbar sein; der Verkehr von und nach Stockhausen wird über Obernjesa und Göttingen möglich sein.

Der fünfte Bauabschnitt (geplant: 22. Oktober bis 5. November) liegt zwischen der Kreuzung Stockhausen und dem Abzweig Gartemühle, wobei hier auch der Kreuzungsbereich bei Niedernjesa saniert werden soll. Die Kreuzung selbst wird zwischen Niedernjesa und der Landesstraße 566 nach Reinhausen befahrbar bleiben – ein Einbiegen auf die B 27 ist dann jedoch nicht möglich.

Im sechsten Bauabschnitt (geplant: 6. bis 16. November) ist das letzte Teilstück bis zum Ortsausgang Göttingen an der Reihe. Von den letzten beiden Abschnitten sind speziell die Siedlungen Gartemühle, Reinshof und Garteschenke betroffen, die dann jeweils nur aus einer Richtung erreichbar sein werden.

Für alle sechs Bauabschnitte seien Vollsperrungen nötig, wie Ewald nochmals bekräftigte. Dies habe mit den geltenden Sicherheitsvorschriften zu tun. Sollte sich der Zeitplan ändern müssen, will die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr rechtzeitig darüber informieren. Nach Auskunft der Behörde liegen die Baukosten für die gesamte Maßnahme bei rund 1,25 Millionen Euro. 

 

Die Bauabschnitte zwischen Friedland und Göttingen in der Übersicht. Quelle: Grafik: Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr

Von Markus Riese

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