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Göttingen 1000 Teller Benefiz-Suppe in Rekordzeit verkauft
Die Region Göttingen 1000 Teller Benefiz-Suppe in Rekordzeit verkauft
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10:41 16.11.2009
Lassen es sich schmecken: Die sonnabendlichen Besucher des Kaufparks. Quelle: Heller
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Um zehn Minuten vor zwölf musste Organisator Wolfgang Stoffel die Nachricht überbringen: Die Suppe ist aus. In Rekordzeit gingen 1000 Portionen Suppe über den Tresen, die vom THW Gieboldehausen zubereitet worden war.
Besonders ins Zeug legten sich auch diesmal die bekannten Helfer, die die Suppe ausgaben. Cornelius Frömmel, Dekan der Medizinischen Fakultät, trat seinen Dienst schon zwanzig Minuten vor dem offiziellen Beginn an. Seine lakonische Erklärung: „Es saßen schon Leute da, die haben uns hungrig auf die Kellen geschaut. Da mussten wir etwas machen.“

Angefeuert von Kaufpark-Manager Andreas Gruber am Mikrofon fand Kelle um Kelle ihr Ziel. Bloß Landvolk-Geschäftsführer Achim Hübner war zeitweilig so ins Gespräch vertieft, dass nicht nur der anvisierte Teller Suppe abbekam. Untermalt wurde das Suppenfanal auf der Ladenstraße von Hobby-Drehorgelspieler Johannes Siemes, der seine Drehorgel, ausgestattet mit Göttinger Technik von Hofbauer und mit einem Repertoire von 180 Liedern, zum Einsatz brachte. Doch auch interfraktionell herrschte gute Stimmung. So attestierte der Friedländer Bürgermeister Andreas Friedrichs seiner Adelebser Kollegin Dinah Stollwerck-Bauer, die Zusammenarbeit an der Suppenkelle sei fruchtbar gewesen. Und das von SPD zu CDU.
Nach zwei Stunden wurden die freiwilligen Helfer dann entlassen und manch einer der leer ausgegangenen Suppenjünger ärgerte sich, nicht früher erschienen zu sein. Doch schließlich wurde alle satt. Wenn nicht von der Erbsensuppe, dann von den zahlreichen anderen kulinarischen Angeboten, die die gemeinnützigen Vereine, die sich im Rahmen von „Miteinander–Füreinander“ präsentierten, machten: Kartoffelpuffer vom Lions-Club beispielsweise oder Waffeln und Kaffee der Voigtschule. Wer seinen Hunger zugunsten eines guten Zweckes stillen wollte, der hatte hier keinen Mangel.

Eimerweise Suppe fassen

Das Suppenfassen am Kaufpark hat, wie auch die Veranstaltung vor dem Alten Rathaus, alteingesessene Fans, die zahlreiche teils fantasievolle Gefäße mitbringen, um die Suppe in Ruhe zuhause verkosten zu können. Der Göttinger Heinz-Jürgen Kolle (O-Ton: „Großes K, kleine Olle“) holt sich bereits seit zwanzig Jahren seine Suppe bei „Keiner soll einsam sein“. Früher noch vor dem Alten Rathaus, heute in dem Einkaufszentrum vor der Stadt. Zwei große Plastikeimer schleppt er nach Hause – alles für seine Knobelrunde. Die sei in zwei Wochen bei ihm zu Gast und wolle schließlich verpflegt werden, erläutert er. Und außerdem sei das alles ja „für den guten Zweck“. Doch auch die Helfer selbst greifen kräftig zu. Bevor er seinen Dienst antritt, lässt sich Sparkassenvorstand Andreas Bartsch erst einmal einen großen Bottich voll Erbsensuppe einschenken.

Die Termine

Der Terminplan für „Keiner soll einsam sein“: Am Dienstag, 17. November gastiert das Heeresmusikkorps 2 ab 20 Uhr in der Stadthalle. Am Mittwoch, 2. Dezember, spielt das Göttinger Symphonie Orchester am gleichen Ort (Beginn: 20 Uhr). Karten für letztere Veranstaltung sind in der Tageblatt-Geschäftsstelle, Jüdenstraße 13c, erhältlich. Im Cinemaxx werden am Sonntag, 6. Dezember, Filmplakate und andere Devotionalien ab 13 Uhr versteigert. Am Sonnabend, 12. Dezember, machen sich die Sternfahrer mit vorweihnachtlichen Kleinigkeiten auf zu bedürftigen Familien. Den Abschluss von „Keiner soll einsam sein“ bildet der offene Heiligabend ab 16 Uhr in der Stadthalle.

Helfen für den guten Zweck

Für die Tageblatt-Spendenaktion „Keiner soll einsam sein“, die zugunsten verschiedener sozialer Einrichtungen in der Region Geld sammelt, werden noch Helfer für zwei besondere Veranstaltungen gesucht.
Zum einen für die Sternfahrt, die am Sonnabend, 12. Dezember, stattfindet. Hier überbringt jeder Helfer drei bis vier Pakete mit einer kleinen vorweihnachtlichen Aufmerksamkeit an Bedürftige in der näheren Umgebung. Benötigt wird lediglich ein Pkw. Auch für den offenen Heiligabend (diesmal an einem Donnerstag) werden noch Freiwillige gebraucht. Wer diesen Festtag gemeinsam mit anderen verbringen möchte und dabei noch etwas Gutes tun will, der wende sich an Wolfgang Stoffel, Tageblatt-Prokurist und Organisator der Hilfsaktion, die bereits zum 37. Mal stattfindet. Er ist telefonisch unter der Nummer 05 51 / 90 14 11 zu erreichen.

Von Erik Westermann

Ein Video vom Erbsensuppenessen können Sie hier abrufen.

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