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Göttingen Wegweiser für die berufliche Zukunft
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00:16 13.02.2018
Ein Schüler informiert sich über handwerkliche Berufe. Quelle: jom
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Göttingen

164 Unternehmen, Vereine und Bildungsträger warben in der Lokhalle um den Berufsnachwuchs.

In ihrer Eröffnungsrede nannte Ursula Haufe, Geschäftsführerin der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen (GWG), den GöBit ein „Leuchtturmprojekt in unserer Bildungsregion“. Der Übergang von der Schule in den Beruf sei ein wichtiger Meilenstein, bei dem Unterstützung und Orientierung nötig seien. An die Eltern richtete Haufe den Appell: „Hören Sie auf Ihre Kinder, fördern Sie ihre Interessen.“

Nach einigen Jahren in der Berufsbildenden Schulen II (BBS II) fand der GöBit erstmals seit 2004 wieder in der Lokhalle statt. Grund dafür ist die wachsende Nachfrage von den Ausstellern und die reduzierte Messefläche in der BBS II. Mit 164 Ausstellern sind gut zwanzig Informationsstände im Vergleich zu 2017 hinzugekommen. Das große Interesse der Unternehmen, erklärte Klaus-Dieter Gläser, Chef der Göttinger Agentur für Arbeit, bei der Eröffnung: „In Zeiten, in denen Nachwuchskräfte knapp werden - und wir befinden uns erst am Anfang des demographischen Wandels – sind viele Betriebe offen für Schülerinnen und Schüler.“

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Göbit in der Göttinger Lokhalle

Die größeren Räumlichkeiten kämen den Besuchern sehr entgegen, meinte Christine Gudd, Pressesprecherin der Agentur für Arbeit, „weil man sehr viel entspannter durch die Gänge schlendern kann und Zeit hat, etwas zu entdecken.“ Auch die Organisatoren seien „total begeistert von der Veranstaltung“, so Gudd. Neben der Agentur für Arbeit zählen dazu die Volkshochschule Göttingen Osterode und die BBS II.

An den Ständen gab es neben Informationsmaterial echte Hingucker: Ein Dachstuhl-Modell, chemische Experimente, Prothesen, Knotenlehre, eine Drohne, Lichtspiele und vieles mehr boten Möglichkeiten zum Staunen und Ausprobieren. Ein weiterer Hingucker war die prachtvolle Blumentheke des Instituts für angewandte Sozialfragen (Ifas). Bei der Ifas können Jugendliche, die von psychischen Erkrankungen bedroht oder betroffen sind, verschiedene Ausbildungen absolvieren.

Ausbildung und Studium schließen einander nicht aus

Dass Ausbildung und Studium einander nicht ausschließen, wurde in einem der zehn Vorträge deutlich, die in abgetrennten Räumen gehalten wurden. Denn seit den Siebzigerjahren gibt es viele duale Studiengänge, in denen sich Vorlesungsphasen an der Uni mit Arbeitszeiten im Betrieb abwechseln, wie Berufsberater Jens Spelzig bei seinem Vortrag zum Dualen Studium erzählte. „So kann man betriebliches Know-How mit akademischer Ausbildung verbinden“, erklärte Spelzig. Das sei sowohl für Unternehmen als auch für junge Leute attraktiv.

Diejenigen Schüler, die noch nicht wissen, in welche berufliche Richtung es gehen soll, konnten durch den „Berufswahltest für Kurzentschlossene“ auf neue Ideen gebracht werden. Dabei beantworteten sie Fragen zu ihren Interessen und bekamen daraufhin konkrete Ausbildungen und Studiengänge vorgeschlagen. Noah Frank hat den Test gemacht, um herauszufinden, welcher Bereich der Informatik zu ihm passt. „Die Leute waren alle sehr hilfreich, aber können mir die Entscheidung natürlich nicht abnehmen“, sagte er. Sein Bruder Samuel wurde vor allem in seiner Tendenz bestärkt, Notfallsanitäter zu werden. Die Informationen zu dem Beruf kannte er eigentlich schon vor der Messe. Dennoch fanden die Brüder die direkten Gespräche auf der GöBit hilfreich: „Hier kann man mit Leuten reden, die wirklich in dem Beruf drin sind und nicht alles nur geschönt darstellen“, meinte Noah.

Von Katharina Meyer

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