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Göttingen 200 anatomische Plastinate aus den USA in Göttingen zu sehen
Die Region Göttingen 200 anatomische Plastinate aus den USA in Göttingen zu sehen
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12:13 12.05.2015
200 anatomische Plastinate als Leihgaben aus den USA in Göttingen zu sehen. Quelle: EF
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Göttingen

Die Exponate, sogenannte Plastinate, sind laut Ankündigung eine Leihgabe einer US-amerikanischen Firma, die als „führender amerikanischer Hersteller medizinischer Präparate“ bezeichnet wird.

Amerikanische Körperspender hätten zu Lebzeiten verfügt, so heißt es in einem Pressetext zu der Wanderausstellung „Echte Körper“, „dass ihre Körper nach dem Ableben der Ausbildung von Medizinern und der Aufklärung von Laien zur Verfügung stehen sollen“. Die Leichen würden nach einem von einem US-amerikanischen und als Patent angemeldeten Verfahren konserviert.

In der Ausstellung werde die Würde der Toten geachtet, in dem alle Exponate  museal in Vitrinen präsentiert würden und dabei auf reißerische Posen verzichtet werde.

Die Ausstellung „Echte Körper – Von den Toten lernen“ will den Besuchern anatomisches Wissen vermitteln. Sie ist täglich von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Informationen gibt es im Internet unter echte-koerper-on-tour.de.
Die Wanderausstellung hat nichts mit den „Körperwelten“ des bekannten deutschen Wissenschaftlers Dr. Gunther von Hagen zu tun.

Es gebe „viele Nachahmerausstellungen“, die sich das Plastinationsverfahren und die Methoden von Hagens zu eigen machten, sagt Britta Berger, Sprecherin von „Körperwelten“, gegenüber dem Tageblatt. Das Plastinationsverfahren wurde 1977 von Gunther von Hagens an der Universität Heidelberg erfunden und ein Jahr später zum Patent angemeldet.

Die erste „Körperwelten“-Ausstellung fand 1995 in Japan statt, seither haben laut Eigeninformation weltweit mehr als 40 Millionen Menschen in mehr als 20 Ländern die Plastinate von Hagens gesehen. Im Februar 2015 eröffnete am Berliner Alexanderplatz das „Menschen Museum“ – das „weltweit erste Museum der ‚Körperwelten‘“.

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