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Göttingen 227 neue Flüchtlinge in Göttingen
Die Region Göttingen 227 neue Flüchtlinge in Göttingen
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15:23 13.09.2017
227 neue Flüchtlinge hat die Stadt Göttingen in diesem Jahr bislang aufgenommen. Quelle: AP
Göttingen

1333 Flüchtlinge, darunter 77 unbegleitete Minderjährige, leben derzeit in städtischen Unterkünften. Das hat Verwaltungsmitarbeiter Gerd Gruß am Dienstag im Ausschuss für Soziales, Integration, Gesundheit und Wohnungsbau mitgeteilt. Davon seien 227 Personen Göttingen in diesem Jahr neu zugewiesen worden.

Zur Aufnahme weiterer 685 Flüchtlinge bis Jahresende sei die Stadt verpflichtet, führte Gruß aus. Es sei aber unwahrscheinlich, dass so viele Menschen einträfen. Seit August würden Göttingen nach einer mehrmonatigen Pause wieder zehn Personen pro Woche zugewiesen. Viele davon seien bisher im Heim Rosenthaler Hof in Duderstadt-Westerode untergebracht gewesen. Bei den Flüchtlingen sei der Anteil der Frauen in diesem Jahr von 30 auf nun 40 Prozent gestiegen. Besonders viele der Menschen kämen aus Syrien, aber auch aus Sudan, Somalia und Eritrea.

Schwimmbad

Für den Schwimmbadbesuch sollen Gäste der Göttinger Sport und Freitzeit GmbH, die über die Sozialcard verfügen, also Transferleistungen vom Staat beziehen, künftig statt 3,90 Euro 2,90 Euro zahlen. Einen entsprechenden Beschluss empfiehlt der Ausschuss dem Rat. Die Linke hatte einen Eintritt von 1,95 Euro gefordert. Von einem „ersten Schritt“ sprach Ratsherr Edgar Schu (Linke) mit Blick auf den Kompromiss. Finanziert werden soll die Ermäßigung aus dem Socialcard-Budget.

Sozialcard

Aktualisieren und übersichtlicher gestalten will die Stadt auf Antrag der SPD den Flyer, der die Sozialcard-Ermäßigungen auflistet. „Der bisherige Prospekt ist sechs Seiten lang und listet auch Ermäßigungen auf, die Personen ohne Sozialcard bekommen können“, erklärte der Ausschussvorsitzende Klaus-Peter Hermann (SPD).

Queeres Göttingen

Einen Zuschuss von 5000 Euro soll auf Antrag von Rot-Grün der junge Verein Queeres Göttingen bekommen. Der Zusammenschluss will Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender (Personen mit abweichender Geschlechtsidentität) beraten und fördern. Die Christdemokraten im Ausschuss enthielten sich der Stimme. „Wir müssen das noch in der Fraktion beraten“, erklärte Karin Schultz (CDU). Sozialdezernentin Petra Broistedt machte darauf aufmerksam, dass es sich bei dem Zuschuss um eine freiwillige Leistung handelt. Deren Höhe dürfe drei Prozent des Haushaltsbudgets nicht übersteigen.

Familienplanung

Auf Anfrage der Grünen teilte Broistedt mit, dass der Stadt jährlich 44.000 Euro Spendenmittel für die Übernahme von Verhütungsmitteln zur Verfügung stehen. Im vergangenen Jahr seien 34000 Euro von Beziehern von Transferleistungen abgerufen worden. Bisher habe sich keine Frau „die Pille danach“ finanzieren lassen. Kein Geld gebe es für Sterilisationen. Diese seien teuer. Zudem bestehe das Risiko, dass Betroffene sie später aufgrund veränderter Lebensumstände rückgängig machen wollten. Das koste doppelt soviel Geld und sei zudem nicht immer erfolgreich.

Von Michael Caspar

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