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Göttingen 30 Jahre Städtepartnerschaft gefeiert
Die Region Göttingen 30 Jahre Städtepartnerschaft gefeiert
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14:14 30.09.2018
Wittenbergs Oberbürgermeister Torsten Zugehör bei seiner Ansprache im Alten Rathaus. Quelle: Richter
Göttingen

30 Jahre Städtepartnerschaft zwischen Göttingen und der Lutterstadt Wittenberg haben Vertreter und Gäste beider Städte am Sonnabendabend gemeinsam im Alten Rathaus gefeiert.

Seitdem die Partnerschaft 1988 verhandelt und unterzeichnet wurde, bestehe „ein festes Band zwischen zwei höchst freundschaftlich verbundenen Kommunen“, sagte Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler. Es seien spannende Jahre und aufregende Zeiten gewesen, die beide Städte gemeinsam erlebt hätten – zunächst im Rahmen der deutsch-deutschen Teilung und später im vereinten Deutschland.

Wittenbergs Oberbürgermeister Torsten Zugehör erinnerte daran, wie im Frühjahr 1988 die ersten Göttinger Gäste „aus dem damals so fernen Niedersachsen“ mit einem Sonderzug nach Wittenberg reisten und verwies auf die kommunale Unterstützung, die die Lutherstadt vor allem in den ersten Jahren der Partnerschaft erfahren habe. „Ohne Göttingen hätte sich unsere Verwaltung niemals so schnell entwickelt“, sagte er. Tatsächlich habe die Stadt Göttingen für mehrere Jahre zwei Wohnungen in Wittenberg unterhalten, in der Göttinger Verwaltungsmitarbeiter wohnten, während sie unter der Woche die Verwaltung der Partnerstadt unterstützten, berichtet Joachim Sterr, Referent für internationale Beziehungen bei der Stadt Göttingen.

Irene Schierwater gehörte zu den Göttingern, die mit dem Sonderzug in die Lutherstadt fuhren. Sie betont, wie „rührend und freundschaftlich“ sie damals von den Wittenbergern aufgenommen worden sei. „Es ist schön, dass sich die Partnerschaft erhalten hat, sagt sie“.

Auf Wittenberger Seite war Hartmut Eisfeld einer der Ersten, die in Kontakt mit Göttinger Bürgern trat. Er habe über die Städtepartnerschaft jemanden finden wollen, der sein Interessensgebiet, die Feuerwehr, teilt und habe mit jemandem sprechen wollen, der „frei, offen und nicht berührt von Parteiinteressen“ war.

Gefunden hat er diesen jemand in Manfred Rettberg. Bis zu dessen Tod vor zehn Jahren sei er mit dem damaligen Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Göttingen eng verbunden geblieben. „Es ist eine tiefe und ehrliche Freundschaft entstanden“, erzählt Eisfeld. Den Kontakt zu Rettbergs Witwe pflege er immer noch. Mehrfach seien sie in den Jahren ihrer Freundschaft gemeinsam in den Urlaub gefahren und hätten sich mindestens zwei- bis dreimal pro Jahr gegenseitig besucht. „Es war bewegend, wie er sich für das Leben der Bürger interessiert hat“, sagt Eisfeld.

Ulla Borchert, die damals den Kontakt zwischen Rettberg und Eisfeld vermittelt hat, war 1988 für die Städtepartnerschaft bei der Stadt Göttingen verantwortlich. Die Anfänge mit den strukturellen Hilfen seien besonders wichtig gewesen, sagt sie. Mittlerweile sei ein Schwerpunkt der Städtepartnerschaft die Jugendarbeit, berichtet Karin Ropeter, die Nachfolgerin von Borchert. Die sogenannten Peace-Camps, die 1995 etabliert wurden und bei denen Jugendliche der Partnerstädte für Projekte zusammenkommen, trügen dazu bei, das sich der Partnerschaftsgedanke gerade auch bei der jüngeren Generation entwickle.

Von Nora Garben

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