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Göttingen 30-jähriger Hauptakteur aus Northeim muss für vier Jahre ins Gefängnis
Die Region Göttingen 30-jähriger Hauptakteur aus Northeim muss für vier Jahre ins Gefängnis
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00:19 23.11.2017
Symbolbild Quelle: dpa
Lindau

Der 5. Strafsenat wies ihre Revision gegen ein Urteil des Landgerichts Göttingen als unbegründet zurück. Die Nachprüfung des Urteils habe keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben, heißt es in dem BGH-Beschluss (Aktenzeichen 5 StR 412/17). Das Landgericht Göttingen hatte Anfang Mai den 30-jährigen Northeimer wegen unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge zu vier Jahren Haft verurteilt. Der bereits vielfach vorbestrafte Mitangeklagte aus Lüneburg erhielt wegen Beihilfe zum Drogenhandel eine Freiheitsstrafe von zehn Monaten.

Durchsuchung mit Großaufgebot

Die Polizei hatte Ende August 2016 mit einem Großaufgebot das Haus in der Ortsmitte von Lindau sowie 16 weitere Häuser und Wohnungen in Northeim und Osterode sowie den Landkreisen Hildesheim und Lüneburg durchsucht. Insgesamt stellten die Polizisten in dem leerstehenden Wohnhaus etwa 900 Cannabis-Pflanzen in unterschiedlichen Wachstumsstadien sowie jede Menge technisches Equipment sicher, das für den Betrieb einer derartigen Plantage benötigt wird. Nach Überzeugung des Gerichts war der 30-jährige Angeklagte aus Northeim einer der Hauptakteure gewesen. Er habe Umbau- und Elektroarbeiten vorgenommen und später auch gärtnerische Tätigkeiten in der Marihuana-Plantage verrichtet.

Der 30-Jährige hatte in seiner Revision unter anderem moniert, dass das Landgericht Göttingen trotz seiner Drogensucht davon abgesehen hatte, eine Unterbringung in einer Entziehungsanstalt anzuordnen. Eine solche Maßregel kann laut Gesetz nur dann angeordnet werden, wenn eine hinreichend konkrete Aussicht darauf besteht, dass die Behandlung in der Entziehungsanstalt auch den gewünschten Erfolg bringt.

„Eher destruktives“ Verhalten

Der BGH verwies darauf, dass der 30-Jährige bereits von 2011 bis 2014 in einer Entziehungsanstalt untergebracht gewesen sei. Dort habe er sich „eher destruktiv“ verhalten. Beim anschließenden „Probewohnen“ außerhalb der Entziehungsanstalt habe er mit einem Kilo Marihuana gehandelt. Daraufhin sei er wieder in einer geschlossenen Abteilung untergebracht worden. Der 30-Jährige habe sowohl dort als auch in der folgenden Strafhaft seinen Drogenkonsum fortgesetzt. Nach seiner Haftentlassung im August 2015 sei er nur wenige Monate abstinent gewesen. Schon im Januar 2016 sei er wieder in alte Konsummuster verfallen. Ein Jahr nach seiner Entlassung hob die Polizei die Marihuana-Plantage aus. Zuvor hatten die Fahnder mehrere Monate lang die dortigen Akteure observiert.

Von Heidi Niemann

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