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Göttingen 33. Göttinger Gesundheitsmarkt
Die Region Göttingen 33. Göttinger Gesundheitsmarkt
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00:23 10.09.2018
Am Stand der Verbraucherzentrale stellten Heidrun Klaus und ihre Kollegin das Spiel „PowerKauer auf Gemüsejagd“ vor. Quelle: Hinzmann / GT
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Göttingen

Göttingen sei ein bekanntes Zentrum der Gesundheitswirtschaft, so habe jeder fünfte Arbeitsplatz mit dem Gesundheitswesen zu tun, sagte Ratsherr Klaus-Peter Hermann in seiner Eröffnungsrede. Besonders gesund seien die Göttinger deshalb aber noch nicht. Es bedürfe einer gesunden Lebensweise und gezielter Prävention, wozu auch Veranstaltungen wie der Gesundheitsmarkt einen Beitrag leisteten.

Den Besuchern wurde ein vielfältiges Programm geboten.

Am Stand der Verbraucherzentrale wollte Heidrun Klaus die Besucher aufmerksam auf verschiedene Gemüse- und Obstsorten machen, die manchen vielleicht noch unbekannt seien. „Das Ziel ist es, neugierig zu machen und Spaß und Interesse für mehr Vielfalt auf dem Teller zu wecken“, erklärte sie. Dafür hatte sie außer Büchern wie „Bärenstarke Kinderkost“ auch ein Spiel mitgebracht, das häufig in Schulen zum Einsatz komme. Bei dem Mannschaftsspiel „PowerKauer auf Gemüsejagd“ unternehmen die Teilnehmer eine Reise um die Welt und durch die Jahreszeiten und suchen Antworten auf Fragen wie „Wo wächst die Kokosnuss und was wissen wir über sie“.

Rosemarie Dalchow, die sich selbst in einer Parkinsonselbsthilfe-Gruppe engagiert, war gleich mit einem Anliegen zum Gesundheitsmarkt gekommen. Am Stand des Seniorenbeirats suchte sie den Rat von Heiderose Niemeyer. „Es gibt einfach zu wenig Kurzzeitpflegeplätze in Göttingen“, beklagte Dalchow. Wenn Personen, die ihre Angehörigen pflegten, unvorhergesehen selbst krank würden, dann gebe es wegen mangelnder Plätze einfach keine schnelle Hilfe durch Kurzzeitpflege. Niemeyer versprach, ihr Anliegen im Seniorenbeirat vorzutragen. Da die Mitglieder in elf Ausschüssen der Stadt vertreten sind, sei Dalchow bei ihr an der richtigen Stelle.

Rüdiger von den Anonymen Alkoholikern (AA) berichtete, dass sich gegen Mittag schon ein paar jüngere Leute an dem Stand informiert hätten, ältere aber eher die Distanz wahrten, weil Alkoholismus immer noch ein Stigma sei. Stehe man dann am Stand der AA, werde man gleich damit in Verbindung gebracht. „Aber es wird immer besser, weil immer bekannter wird, dass es sich um eine Krankheit handelt.“ Ins Gespräch gekommen sei er bisher mit Leuten, die sich um eine nah stehende Person sorgten. Er sei selbst Angehöriger und wisse, wie belastend das sein kann.

Die Overeaters Anonymous (OA), die zum ersten Mal beim Gesundheitsmarkt vertreten waren, teilten sich einen Stand mit den AA. Die OA seien für alle Menschen mit Essstörungen offen, die Hilfe suchten. Das Programm orientiere sich an dem der Anonymen Alkoholiker, befolge also zum Beispiel die zwölf Schritte, weil es sich beim zwanghaften Essen ebenso um eine Suchterkrankung handele, berichtete Standbetreuer Andreas.

Die Göttingerinnen Monika Welskop und Bärbel Dreger hatten sich extra für den Gesundheitsmarkt verabredet. „Wir wollen uns über all das informieren, was ältere Personen so interessiert, sagte Dreger mit einem Lachen.

Mimi – das Gesundheitsprojekt mit Migranten für Migranten stellte Maik Grote vom Integrationsbüro der Stadt Göttingen vor. Bei dem Projekt werden Migranten als Gesundheitsmediatoren geschult, um anderen Migranten, die noch nicht so gut Deutsch sprechen, in ihrer Muttersprache Gesundheitsfragen erklären zu können. Das Angebot werde gut angenommen, sagte Grote.

Gut angenommen werde auch der Gesundheitsmarkt als Ganzes, weil es sich um ein niederschwelliges Angebot mit Marktcharakter handele, sagte Christine Mahler vom Gesundheitsamt der Stadt Göttingen.

Von Nora Garben

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