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Göttingen 38-jähriger Mann stirbt an Schweinegrippe
Die Region Göttingen 38-jähriger Mann stirbt an Schweinegrippe
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21:20 27.11.2009
Impfen oder nicht impfen: Göttinger Mediziner wollen am 8. Dezember informieren. Quelle: AP
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Der Mann aus dem Raum Osnabrück war bereits am Mittwoch auf der Intensivstation des Klinikums gestorben. Er habe zu den sogenannten Risikopatienten mit mehreren Vorerkrankungen gezählt, erklärte Weller weiter. Ende Oktober war der 38-Jährige wegen Verdachts auf eine Pilzinfektion in der Lunge aus einem auswärtigen Krankenhaus ins Universitätsklinikum gebracht worden. Dort musste der Mann an die künstliche Lunge angeschlossen werden. Es stellte sich heraus, dass er an der Schweinegrippe erkrankt war.
Mit dem Göttinger Todesfall hat sich die Zahl der Schweinegrippe-Toten in Niedersachsen auf sieben erhöht. Ein Anstieg der Zahl schwerer Fälle sei am Klinikum jedoch nicht zu beobachten, so Weller: „Die Zahl der wegen Schweinegrippe stationär aufgenommenen Patienten am Uni-Klinikum bleibt bei etwa sieben bis acht Patienten stabil. Insgesamt befinden sich derzeit noch vier Patienten auf der Intensivstation.“

Während vor allem Boulevardmedien jeden Todesfall als Ausdruck einer massiven Bedrohung der Allgemeinheit durch die Schweinegrippe darzustellen suchen, sehen Mediziner die tatsächliche Gefährdung deutlich gelassener. Wenn man die Zahl der Infizierten mit der Zahl der Komplikationen und der Zahl der Gestorbenen vergleiche, meint der Göttinger Mediziner und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin, Michael Kochen, „so handelt es sich hier um eine relativ harmlose Infektion“. Das neue Virus werde künftig das normale saisonale Grippevirus sein – mit viel geringeren Todeszahlen als bei früheren Grippewellen.

Von Matthias Heinzel

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