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Göttingen 40 Bewerbungen auf VHS-Geschäftsführerposten
Die Region Göttingen 40 Bewerbungen auf VHS-Geschäftsführerposten
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00:31 03.03.2018
Die VHS Göttingen sucht zum Oktober einen neuen Geschäftsführer. Quelle: Pförtner
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Göttingen

„Die Bewerberlage ist gut“, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Marcel Riethig am Mittwoch. Eine Personalfindungskommission unter Leitung von Stadträtin Petra Broistedt habe die Bewerbungen geprüft und sieben potenzielle Kandidaten zum Gespräch eingeladen. Zu Erkenntnissen aus den Gesprächen wollte Riethig „zum jetzigen Zeitpunkt“ noch nichts sagen. Diese würden Mitte März zunächst einmal dem Aufsichtsrat vorgestellt.

Nur so viel gab Riethig preis: Die Bewerbungen seien aus ganz Deutschland eingegangen und das Geschlechterverhältnis sei ausgeglichen. Man werde den Posten aber nicht nach irgendwelchen Quoten besetzen, sondern eine Bestenauswahl treffen. In der Stellenausschreibung heißt es dazu: „Zum Abbau der Unterrepräsentanz im Sinne des Niedersächsischen Gleichberechtigungsgesetzes wird die Bewerbung von Frauen besonders begrüßt.“

Überzeugungsfähigkeit und Durchsetzungskraft

Als fachliche Qualifikation werden neben einem abgeschlossenen Hochschulstudium mit sozialem, pädagogischen oder betriebswirtschaftlichen Schwerpunkt „mehrjährige Leitungserfahrung vorzugsweise in einer Weiterbildungseinrichtung, Führungskompetenz und betriebswirtschaftliche Kenntnisse“ gefordert. Außerdem soll der künftige VHS-Geschäftsführer über Überzeugungsfähigkeit und Durchsetzungskraft verfügen und Mitarbeiter motivieren können.

Dafür wird den Kandidaten für die Dauer von zunächst fünf Jahren eine „abwechslungsreiche und vielseitige Tätigkeit mit hoher Eigenverantwortung und konzeptionellem Gestaltungsspielraum“ in Aussicht gestellt. Eine Wiederwahl durch den Aufsichtsrat ist möglich. Die Vergütung orientiert sich dabei an der obersten Entgeltgruppe des Öffentlichen Dienstes (TVöD EG 15Ü). Außerdem steht für die Einarbeitung mehrere Monate der amtierende Geschäftsführer Rüdiger Rohrig zur Verfügung.

Vergleich mit ehemaligem Geschäftsführer

Vorausgegangen war der eineinhalbjährigen Amtszeit Rohrigs die Entscheidung des Aufsichtsrats im September 2016, den damaligen Geschäftsführer Thomas Eberwien abzuberufen. Der Betriebsrat der Volkshochschule Göttingen/Osterode hatte Eberwien „erhebliche“ Unregelmäßigkeiten in den Abrechnungen von Auslagen vorgeworfen. Private Ausgaben in Höhe von rund 8000 Euro seien mit der Firmenkreditkarte beglichen worden, so der Vorwurf.

Die Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen wegen Untreue und Betruges auf und stellte sie anschließend wieder ein, da kein hinreichender Verdacht auf eine Straftat vorgelegen habe und der VHS zudem gar kein finanzieller Schaden entstanden war. Man einigte sich schließlich in einem Vergleich, Eberwiens Vertrag endete am 30. September 2017 – mit wohlwollendem Arbeitszeugnis und voller Bezahlung bis zum letzten Tag.

Dieser Text wurde aktualisiert: In der ersten Version war der Eindruck entstanden, der neue Geschäftsführer trete die direkte Nachfolge Thomas Eberwiens an. Er folgt aber auf Rüdiger Rohrig, der im kommenden Jahr in den Ruhestand eintritt.

Von Markus Scharf

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