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Göttingen „Ein Gewinn für unsere Stadt“
Die Region Göttingen „Ein Gewinn für unsere Stadt“
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00:19 15.08.2018
Mit einem Empfang, Musik und besonderen Führungen feiert der Kunstverein Göttingen seinen 50. Geburtstag. Quelle: Kunstverein Göttingen
Göttingen

50 Jahre Kunstverein in Göttingen sei „ein Ereignis, das zurecht gefeiert wird“, sagte Köhler (SPD). Der Verein zeigen Kunst nicht nur, er mache sie erlebbar. Er präsentiere und vermittle zeitgenössische Kunst in all ihren gegenwärtigen Erscheinungsformen. Sein Programm sei vielseitig und international ausgerichtet – „und damit erreicht er ein Publikum weit über die Stadtgrenzen hinweg“.

Neues Engagement für bildende Kunst

1968 hatten sich engagierte Kunstliebhaber aus den akademischen Gruppen der Stadt aufgemacht, neben der bereits ausgeprägten Theater- und Musiklandschaft in Göttingen die bildende Kunst stärker zu unterstützen. Kurzerhand gründeten sie den Kunstverein. Es folgten bis heute zahlreiche Ausstellungen vor allem junger Künstler. Mit immer neuen Projekten sucht der Verein dabei Wege, Kunst einem breiten Publikum zu vermittelt – inzwischen auch mit einem erfolgreichen pädagogischen Programm für Kinder und Jugendliche. Und er hält eine Artothek mit etwa 700 Bildern und Objekten, die sich Kunstliebhaber ausleihen können.

Mit solchen Projekten und großen Engagement gelinge es dem Verein, Menschen aller Altersstufen und aus allen Gesellschaftsstufen immer wieder für Kunst zu begeistern, betonte Köhler und ergänzte: „Sie vermitteln Kunst an Orten, auf die man zunächst nicht kommt – ich finde, das ist ganz große Klasse.“ Ein Engagement, das die Stadt gerne, immer wieder und gerade erst erneut mit erhöhten finanziellen Beträgen unterstütze.

Zuvor hatte Friedrich-Wilhelm Becker als Vorsitzender den Förderern des Kunstvereins Göttingen gedankt – darunter die Stadt, der Landschaftsverband Niedersachsen, die Sparkasse Göttingen, das Ministerium für Wissenschaft und Kultur und das Künstlerhaus, in dem der Verein auch sein Büro hat.

Ein Faktor für die Wirtschaft

Das Engagement solcher Unterstützer und des Vereins sei nicht nur für die Kunst selbst wichtig, betonte Köhler: „Kunst ist mehr als ein akademischen Hobby. Ich verstehe sie auch als eine Art Soft Skill einer modernen Gesellschaft und essentiell“. Wer in Göttingen arbeitet, lebt oder studiert, wolle sich auch kulturell gut aufgehoben wissen. Auch für die Wirtschaft sei Kunst ein Faktor, um qualifizierte Arbeitskräfte in die südniedersächsische Provinz zu holen.

Damit spannte Köhler den Bogen zum neuen aber umstrittenen Kunstquartier in Göttingen. Mit dem KuQua werde die Stadt um eine weitere Attraktion reicher. Es werde – wie der Kunstverein – „die kulturelle Vielfalt ergänzen und nicht ersetzen“ – „und das keinesfalls zu Lasten anderer Kunstinitiativen“.

300 Vereine in Deutschland

Mit seinem Engagement steht der Kunstverein Göttingen nicht alleine da. Mit etwa 300 Vereinen in Deutschland sei die Kunstvereinslandschaft so vielgestaltig wie die Kunst der Gegenwart selbst, erklärte Helmut Wenzel als Geschäftsführer des Vereins. Ihr gemeinsames Anliegen sei es, experimentelle, junge Gegenwartskunst im Austausch mit den aktuellen Entwicklungen in der internationalen Kunstszene zu fördern und öffentlich zu machen.

Dass das in Göttingen seit 50 Jahren gelingt, bestätigten die vielen Festgäste – darunter etliche frühere Vereinvorsitzend Vereins. Feiern konnten die Besucher das Jubiläum unter anderem bei Musikbeiträgen, einer Lesung „durch die Kunstgeschichte“, einer Lichtperfomance und einer Führung durch die Ausstellung „Yutie Lee: Ekstase 123“ im Künstlerhaus.

Von Ulrich Schubert

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