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Göttingen 50 Tageblatt-Leser sehen Spitzensport im Sauerland
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00:19 08.02.2018
Mit dem Tageblatt unterwegs: Teilnehmer der Leserreise zum Skisprung-World-Cup nach Willingen. Quelle: Bambey
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Willingen

 „Der World Cup in Willingen ist einfach ein tolles Event. Und die Anfahrt ist ja nun wirklich nicht weit“, sagt Ulrich Frank. Allerdings ist der Groner, nicht zu verwechseln mit der Göttinger Basketball-Ikone Ulli Frank, ein wenig befangen. Der pensionierte Lehrer stammt gebürtig aus dem Sauerland. Doch er bekommt Unterstützung von Steffen Kirstan. Der begeisterte Wintersport-Fan ist ebenfalls Willinger Wiederholungstäter. „So ein Event vor der eigenen Haustür darf man sich eigentlich nicht entgehen lassen“, sagt Kirstan.

Mit Deutschlandfahne in den Händen und Polen-Flagge auf der Wange

 Eingehüllt in eine Deutschlandfahne, lässt er sich vor Ort noch die polnische Flagge auf die Wangen malen. Passt das zusammen? „Klar“, betont der 28-Jährige und erklärt: „Meine Freundin ist Polin. Vergangenes Jahr war ich in Zakopane dabei. Da ist die Stimmung allerdings noch um ein vielfaches besser als hier. Skispringen ist in Polen Nationalsport.“ Das ist auch in Willingen schnell zu spüren. Mehrere Tausend Polen sind angereist, um das Event auf der größten Großschanze weltweit zu erleben. Mit ihren Tröten übertönen sie während der Sprünge ihrer Landsleute spielend die aus den Lautsprechern dröhnenden Aprés-Ski-Hits. Die deutschen Fans sind zwar in der Überzahl, belegen im Wettbewerb um den frenetisch-kreativsten Support aber deutlich abgeschlagen nur Platz zwei.

Gute Stimmung trotz schwächelnden DSV-Adlern

 Etwa zwei Stunden dauert die Busfahrt. Der Reisebus des Unternehmens „Der Fahrdienst“ verließ Göttingen bei der Abfahrt um 7 Uhr noch im Dunkeln. Nach verspeistem Lunch-Paket, von der Bäckerei Hermann gesponsert, und Kaffee traf die Reisegesellschaft um kurz nach 9 Uhr in Willingen ein. Über Nacht hatte es geschneit, und so präsentierte sich das Hochsauerland mit gepuderten Bäumen als Winteridylle. Als später wieder Schneefall einsetzte und sich phasenweise zu richtigem Schneetreiben auswuchs, störte das die Göttinger nicht, die auf Höhe der Landezone am Hang standen.

 Die deutschen Skisprung-Asse erlebten am Sonntag vor gut 15 000 Zuschauern im Schneetreiben allerdings ein kleines Debakel. Kein Podestplatz sprang heraus. Top-Star Richard Freitag verlor nach Sprüngen auf 128 und 118,5 Meter nicht nur die Führung im Gesamtweltcup, sondern fuhr als 28. sein erstes schlechtes Ergebnis mit zwei verpatzten Versuchen ein. Doch die verpatzte Generalprobe sechs Tage vor dem ersten Olympia-Einzel in Pyeongchang vermochte die gute Stimmung ebenso wenig zu dämpfen wie die eisigen Temperaturen. Und so kam die Gruppe nach einem erlebnisreichen Tag gut gelaunt und wieder aufgewärmt um kurz nach 16 Uhr in Göttingen an. „Ich war das erste Mal beim Skispringen in Willingen. Das war ein cooler Trip, den ich nur empfehlen kann“, resümierte André Ahrens.

Von Mark Bambey

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