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Göttingen 500 Gäste feiern Heiligabend in der Stadthalle
Die Region Göttingen 500 Gäste feiern Heiligabend in der Stadthalle
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00:17 29.12.2012
Kaffee, Kuchen, Hühnchenbrust und Rotwein: Gäste in der Stadthalle essen, trinken, plaudern und hören Musik. Quelle: Heller
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Göttingen

Besinnliche Atmosphäre: Das Licht wird gedimmt,  und auch die Kinder in der Stadthalle hören einen Moment lang auf, umherzulaufen. „O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit“, singen die 500 Gäste in der Stadthalle am offenen Heiligabend gemeinsam zum Abschluss der Andacht von Pastor Thomas Harms.

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Helfer in Aktion: Zum 40. Mal fand in 2012 die Tageblatt-Benefizaktion "Keiners  soll einsam sein Stadt".

Zum achten Mal hielt Harms die Andacht bei der „Keiner soll einsam sein“-Benefizaktion des Tageblatts am Heiligabend. Und auch in diesem Jahr nahm ihm Bürgermeister Wilhelm Gerhardy (CDU), der zuvor die Begrüßungsrede hielt, einige Teile vorweg. „Macht er immer so“, sagte Harms, lachte und ging die Stufen zum Rednerpult hinauf. Beim Offenen Heiligabend sei die Andacht immer etwas besonderes: „Wir sind nicht in einem sakralen Gebäude und viele Menschen sind nicht-christlichen Glaubens. Ich denke aber, dass ich sie trotzdem erreiche und sie auch zuhören“, erklärt der Pastor. Bei der Andacht sprach Harms die Zuhörer wiederholt mit „liebe Gemeinde“ an – gelernt ist eben gelernt.

Zum 40. Mal fand die Tageblatt-Aktion in diesem Jahr statt. Für Organisator Wolfgang Stoffel vom Tageblatt und Edeltraut Badura, die bisher in jedem Jahr die freiwilligen Helfer koordinierte, war es das letzte Mal – beide verabschieden sich in den Keiner-soll-einsam-sein-Ruhestand.
Zum ersten Mal seit Jahren  gab es zum gemeinsamen Essen keine Würstchen mit Kartoffelsalat, sondern Hähnchenbrustfilet mit Gemüse und Kartoffeln. Das fand ein geteiltes Echo. Während einige Gäste das vom Waldorfschulen-Koch Thomas Greve zubereitete Menu lobten, vermissten andere die traditionelle Variante.

Für die Unterhaltung sorgten die Original Beatniks, die eine Stunde lang Lieder spielten, und Rafael Scholten. Scholten ist der 19-jährige Magier des Circus Barum, der zur Zeit auf dem Schützenplatz seine Zelt aufgebaut hat. Scholten zeigte einige Minuten lang Tricks   mit Karten, Zeitung und Fächer. Rund 25 Artisten und Techniker des Zirkus besuchten den Offenen Heiligabend. Mehrere Gäste ließen sich mit Rebecca Simoneit-Barum, bekannt aus der Lindenstraße, fotografieren.

Simoneit-Barum verteilte auf der Bühne, zusammen mit Stoffel, Plüschtiere an die jüngsten Gäste. Nur mit freundlichen, klaren Ansagen konnten beide verhindern, überrannt zu werden. Spaß hatten die Kinder auch beim Puzzeln und Malen, betreut von Hildegard Stute. „Ich habe im vergangenen Jahr gesehen, dass sich viele Kinder langweilten, also wollte ich etwas anbieten“, sagte sie. Viele Gäste kannte sie noch aus der Zeit, als sie in der Astrid-Lindgren-Schule unterrichtete. „Es ist schön, bekannte Gesichter zu sehen.“ Neben Stute halfen rund 100 Menschen in der Stadthalle. So auch Christian, der für diesen Tag Freigang aus der Justizvollzugsanstalt Rosdorf bekam. „Es ist schön, für andere Leute was Gutes zu tun“, meinte er.

Nach vier Stunden essen, trinken, plaudern und zugucken verließen die Gäste die Stadthalle. Im nächsten Jahr werden wieder mehrere hundert Menschen erwartet, die gemeinsam mit den freiwilligen Helfern den Heiligabend zu feiern.

Von Michael Kerzel

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