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Göttingen Neuerungen für Sperrmüll, Kompost und Co.
Die Region Göttingen Neuerungen für Sperrmüll, Kompost und Co.
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20:15 30.10.2018
Für die Abholung von Sperrmüll kann ab 2019 ein Wunschtermin beantragt werden – allerdings nur gegen Gebühr. Quelle: DLOK
Göttingen/Osterode

Trotz der Fusion der beiden Altkreise Göttingen und Osterode wird es weiterhin zwei unterschiedliche Abfallwirtschaftssatzungen und damit unterschiedliche Regeln geben. Grund: die unterschiedlich gewachsenen Strukturen und Rahmenbedingungen in den beiden Altkreisen Göttingen und Osterode. Daher werden die öffentlichen Einrichtungen wie bisher getrennt weitergeführt.

Eine der wichtigsten Änderungen im Gebiet des Altkreises: die Regelungen für den Sperrmüll. Gegen eine Gebühr kann der Auftraggeber beantragen, dass Sperrmüll, Altholz, Altmetall und Elektroschrott aus der Wohnung oder Keller geholt werden. Gründe für dieses Angebot sind der demografische Wandel und vermehrte Bürgeranfragen. Bei diesem Zusatzservice dürfen die abzuholenden Gegenstände jedoch nur bis zu einer Etage nach unten oder bis zu zwei Etagen über dem Erdgeschoss lagern.

Wunschtermine für Sperrmüll

Für die Abfallarten Sperrmüll, Altholz, Altmetall und Elektroschrott kann zudem ein Wunschtermin beantragt werden – auch dies gegen eine gesonderte Gebühr. Darüber hinaus wird die Sperrmüllmenge pro Abholung auf vier Kubikmeter beschränkt. „Derzeit“, so die Begründung, „werden ganze Hausentrümpelungen und -renovierungen über die Sperrmüllabfuhr abgewickelt, was auch diejenigen mitbezahlen, die in einer Wohnung leben.“ Diese Belastung der Sperrmüllabfuhr sei für die Kreisabfallwirtschaft nahezu unkalkulierbar.

Von der Mitnahme ausgeschlossen sind Bau- und Renovierungsabfälle. Zwar seien bereits jetzt schon Bau- und Abbruchabfälle von der Mitnahme ausgeschlossen, die neue Formulierung soll jedoch klar machen, dass Bau- und Renovierungsabfälle nicht zum Sperrmüll und Altholz gehören.

Extra-Leerung für verschmutzte Komposttonnen

Verschmutzte oder mit Fremdstoffen befüllte Komposttonnen werden künftig einer zusätzlichen gebührenpflichtigen Leerung als Restabfall unterzogen. Außerdem wird es im Herbst eine weitere Baum- und Strauchschnittabfuhr geben.

Außerdem behält sich der Landkreis vor, gegebenenfalls die Größe der Restabfallbehälter und Komposttonnen anzupassen. Anstatt der bisherigen Richtwerte wird nun ein Mindestwert von 7,5 Litern je Woche und Bewohner festgelegt. Auf Antrag mit der Begründung, man produziere deutlich weniger Abfall, dann die Mengenfestlegung auf fünf Liter reduziert werden.

Bauschutt teurer

Teurer wird die Anlieferung von Abfällen auf den Deponien Dransfeld und Breitenberg. Grund: die gute Baukonjunktur. Damit werden derzeit mehr Abfälle als kalkuliert angeliefert. Die Folge: Die Nutzungsdauer sinkt. Damit steigen die kalkulatorischen Abschreibungen und Zinsen. Das hat Auswirkungen auf die Gebühren zur Direktanlieferung: Sie erhöhen sich für beide Deponien um knapp 19 Prozent.

Eine weitere Neuerung: Die Mülltonnen werden mit Chips ausgerüstet, um die Behälter den jeweiligen Haushalten eindeutig zuordnen zu können.

Im Bereich des früheren Landkreises Osterode werden die gesetzlich vorgeschriebene Komposttonne und ein Laubsack mit einer Kapazität von 70 Litern eingeführt. Auch hier wird für eine verschmutzte oder mit Fremdstoffen belastete Komposttonne eine gesonderte gebührenpflichtige Leerung fällig.

Eilabholung möglich

Außerdem wird es ab 2019 keine Begrenzung der Anzahl der gebührenfreien Abholungen von Sperrmüll, Altholz, Altmetall und Elektroschrott mehr geben. Damit entfällt die Gebührenpflicht ab der zweiten Abholung. Zugleich wird die zulässige Menge pro Abholung von drei auf vier Kubikmeter erhöht. Wie im Altkreis Göttingen kann bei Sperrmüll, Altholz, Altmetall und Elektroschrott beantragt werden, dass die Gegenstände aus der Wohnung oder dem Keller geholt werden. Ein Wunschtermin kann ebenfalls beantragt werden, außerdem eine Eilabholung innerhalb von drei Tagen – alles gegen Extragebühr. Auch im Altkreis Osterode werden die Behältergrößen angepasst. Gegen Gebühr können Bürger ab 2019 zudem beantragen, dass die Abfallbehälter vom Grundstück geholt werden. Bisher müssen die Behälter an die Straße gestellt werden.

Das Abfallkonzept überzeugte: Mit nur ganz wenigen Enthaltungen sprach sich der Umweltausschuss für beide Abfallbewirtschaftssatzungen aus.

Von Matthias Heinzel

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