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Göttingen Abflussrohr Werra
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19:21 11.11.2009
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Allerdings ist eine Mehrheit der 24 Mitglieder, darunter die Göttinger Kreisumweltdezernentin Christel Wemheuer, der Meinung, dass spätestens im Jahr 2020 die Salzeinleitung in die Werra und den Untergrund aufhören müsse. Es geht um rund 14 Millionen Kubikmeter Salzlauge im Jahr, die bei der Kali-Förderung der Kasseler K+S anfallen. Bislang wird das Salzwasser zur Hälfte in die Werra gekippt, zur Hälfte in den Untergrund gepresst. Eine 500 Millionen Euro teure Nordsee-Leitung sollte ein Kompromiss sein.

K+S setzt nun offenbar weiterhin in erster Linie auf das bisherige Entsorgungsverfahren, nur besser gesteuert. Der Vorsitzende des Runden Tisches, der Kasseler Professor Hans Brinckmann, hält die Fernleitung nach wie vor für die beste Variante, weil sie die Umwelt entlaste, K+S aber zugemutet werden könne. Der Widerstand aus Hannover sei bedauerlich. Wenn vier Länder dafür und eines dagegen seien, müssten vielleicht die vier den einen überzeugen, so Brinckmann. Der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag, der Göttinger Abgeordnete Stefan Wenzel, forderte gestern vom niedersächsischen Umweltminister Auskunft über sämtliche Schadstoffeinleiter und über alle vorliegenden Genehmigungen für Ems, Weser, Elbe und Küstenmeer. Wenn sich herausstelle, dass Minister Hans-Heinrich Sander (FDP) mit lockeren Sprüchen gegen eine Fernleitung an die Küste polemisiere, aber gleichzeitig Genehmigungen für die Einleitung deutlich größerer Mengen von Salzabfällen in die Nordsee genehmigt habe, so Wenzel, „gibt es einen handfesten Skandal“. Die Fraktion der Linken fordert einen Neustart des Runden Tisches mit klaren Vorgaben.

Von Gerald Kräft

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