Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen Abschied mit Blaulicht für Göttingens Kämmerer Hans-Peter Suermann
Die Region Göttingen Abschied mit Blaulicht für Göttingens Kämmerer Hans-Peter Suermann
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:31 02.03.2018
Ungewöhnlicher Auftritt: Zu seiner Abschiedsfeier wird Göttingens Finanz- und Feuerwehrdezernent Hans-Peter Suermann mit dem Feuerwehrauto vorgefahren. Quelle: Christina Hinzmann
Anzeige
Göttingen

Es war ein Abschied nach seinem Geschmack: Biertische und Bänke in der großen Feuerwehrhalle, Musik von den New Orleans Syncopators und ein Auftritt der besonderen Art gleich zu Beginn. Als schon alle Gäste eingetroffen waren, fuhr Suermann mit einem Feuerwehrwagen vor - mit Blaulicht und Martinshorn. Langer Applaus und ein Auftritt mit hoch gereckten Händen wie ein Star.

Ein Auftritt ganz im Gegensatz zu seiner sonst ruhigen und fast bescheidenen Art, aber passend zu seinem trockenen Humor. Fast 30 Jahre lang war der jetzt 68-Jährige oberster Kassenwart der Stadt, zudem viele Jahre Personal-, Rechts- und Ordnungsdezernent und – mit besonderem Herzblut – Dezernent für die Göttinger Feuerwehren.

Entsprechend groß war die Zahl der uniformierten Gäste – neben Verwaltungsmitarbeitern, Kommunalpolitiker aus Stadt und Kreis sowie Vertretern überregionaler Kommunalverbände. Ihr Lob in kaum enden wollenden Grußworten zeugte von Suermanns Schaffen über Jahrzehnte nicht nur für Göttingen.

Die Stadt Göttingen verabschiedet ihren ersten Stadtrat Hans-Peter Suermann mit einer Feier in der Fahrzeughalle der Berufsfeuerwehr in den Ruhestand. Quelle: Christina Hinzmann

Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler beschrieb Suermann als einen beharrlichen Mahner, Warner und Hüter, wenn es um die Finanzen der Stadt ging. Zugleich sei er ein außergewöhnlicher Netzwerker mit Kontakten in die entscheidenden Finanzbehörden gewesen - „pures Vitamin B für unsere Stadt“. Neben vielen anderen Erfolgen sei es vor allem Suermann zuzuschreiben, dass die einst tief verschuldete Stadt Göttingen durch einen Zukunftsvertrag mit dem Land inklusive Entschuldungsprogramm heute nahezu schuldenfrei ist.

Wie fast alle Redner widmete auch Köhler Suermanns sportlicher Leidenschaft viel Raum: die Liebe zu Hannover 96. „Der Schwarze bei den Roten“, erklärte der Oberbürgermeister in Anspielung auf Suermanns CDU-Mitgliedschaft, dass sei die „fußballerische Variante der GroKo“.

Auf Suermanns Parteizugehörigkeit ging auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler ein: Trotz seiner politischen Orientierung habe Suermann als Hauptverwaltungsbeamter „stets überparteilich gehandelt“. Das sei wenig überraschend - „er ist auch ein Teamplayer“. Darüber hinaus Beschrieb Güntzler den ausscheidenden Kämmerer als ein „Ausnahmetalent mit besonderer Ausdauerfähigkeit“ und als einen anerkannten Fachmann für kommunale Finanzen. Er sei „der personifizierte Kämmerer“, der die Entwicklung der Stadt entscheidend mit geprägt habe.

Suermann selbst blickte überraschend kurz auf seine Arbeit zurück - natürlich mit einer Statistik: In den fast 30 Jahren habe er an 247 Ratssitzungen teilgenommen, an 496 Sitzungen des Verwaltungsausschusses und 1479 Dezernentenkonferenzen. „Alle waren mir immer eine Freude“, versicherte er, um dann anzufügen: „wenn sie zu Ende waren“.

Von Ulrich Schubert

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Bereits seit einigen Tagen ist es kalt in der Region: In der Nacht geht es in die zweistelligen Minusgrade, auch am Tag sind Plusgrade selten. Der Kiessee mit seiner beschneiten Eisdecke sieht zwar schön aus, die Eisschicht ist aber noch zu dünn, um sie betreten zu können.

27.02.2018

Wegen mehrerer Raubüberfälle und Einbrüche muss sich seit Dienstag ein 26-jähriger Mann aus Göttingen vor dem Landgericht Göttingen verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm unter anderem schweren Raub, Diebstahl, Körperverletzung sowie Fahren ohne Fahrerlaubnis vor.

02.03.2018

Die Bundesregierung lockert die Regelungen für Public Viewing zur Fußball-Weltmeisterschaft in Russland. Große öffentliche Fanmeilen wird es in der Region aber dennoch nicht geben. Für die Kommunen sind die Veranstaltungen zu teuer. In Göttinger eröffnet aber wieder das WM-Village.

02.03.2018
Anzeige