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Göttingen Alter Kiosk ist Geschichte
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00:17 26.01.2017
Seit Montagmorgen ist der Kiosk verschwunden: Jetzt gibt es freie Sicht aufs Bratwurst-Glöckle. Quelle: Christina Hinzmann
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Göttingen

„Der Kiosk steht jetzt bei uns auf dem Gelände an der Knochenmühle“, sagt Wolfgang Tonollo, Geschäftsführer des Presse-Grosso-Mitte. „Der Betrieb des Kiosk war nicht mehr rentabel“, sagt der Besitzer des Kiosk. Die Nutzung sei auf den Verkauf von Zeitungen, Süßwaren und Tabak festgelegt, ein anderes Angebot, beispielsweise mit Kaffee, habe die Stadtverwaltung nicht genehmigt. „Einen förmlichen Antrag auf Umnutzung hat es nicht gegeben“, sagt Verwaltungssprecher Detlef Johannson. Offenbar hätten aber Gespräche über eine mögliche Nutzung etwa als Eisbude gegeben. Johannson: „Neue Imbissstände im öffentlichen Raum befürworten wir nicht.“

„Wir überlegen jetzt, wie und wo die Box künftig genutzt werden kann“, sagt Tonollo. Und weiter: „Die Box ist sehr gut in Schuss.“

Die Familie Tonollo war seit Jahrzehnten auch Besitzer von Zeitungskiosken in Göttingen. Bereits kurz nach der Firmengründung im Jahr 1921 hatte Peter Joseph Tonollo den Vorteil einer Verkaufsstelle auf der Straße erkannt und den ersten Kiosk vor der Rathsapotheke aufgestellt: „Eine mannshohe Verkaufsstelle in einfachster Form, wie sie heute vereinzelt noch in Paris zu sehen sind“, so Wolfgang Tonollo. Nach dem Krieg wurde diese durch einen überdachten, mobilen Handwagen ersetzt. „In den 50-er-Jahren waren es noch zwei Holzbuden, die morgens zum Markt und zum Kornmarkt gebracht wurden“, so der Geschäftsführer. Abends habe man die Buden zurück ins Geschäft an der Roten Straßen gebracht. 1961 wurden dann die beiden Kioske an der Groner Straße und am Markt aufgestellt. Im Mai 2004 musste das alte Büdchen an der Groner Straße Bauarbeiten weichen.

Der am Montag abtransportierte 2,5 mal 2,5 Meter messende rote Würfel wurde dann 2006 als Ersatz errichtet. Die Tonollos entscheiden sich damals bewusst für einen modernen Entwurf - mit Lichtkonzept, Neonröhren und aus neue Materialien wie Makrolanplatten . Wolfgang Tonollo sagte damals: „So etwas hat es bis heute noch nicht gegeben.“ Der Prototyp sei praktisch und sehr schick. So richtig schick war der leerstehende Kiosk nicht mehr.

2013 dann der erste Leerstand: Eineinhalb Jahre lang liegt der Kiosk an der Ecke Groner Straße/ Kornmarkt leer brauch, bis der Pächter Ende 2014 wieder den Betrieb aufnimmt. Im Sommer 2015 dann folgt die Schließung, der Pächter ging in die Insolvenz. „Es tut uns schon ein bisschen leid“, sagt Tonollo. Aber vielleicht findet sich ja eine neue Nutzung für die Box.

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