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Göttingen Damit der Apfel nicht vom Stamm fällt
Die Region Göttingen Damit der Apfel nicht vom Stamm fällt
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02:17 25.09.2016
Anja Fiedler rettet ab sofort auch in und um Göttingen Äpfel. Quelle: R
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Göttingen

Mehr als 30 Tonnen Äpfel erntete Fiedler, verteilte sie an Schulen und Kitas und verhalf Städtern zur zeitweisen Selbstversorgung. Die Berliner Künstlerin lebt jetzt in Göttingen und sieht dort viele Äpfel an Bäumen hängen oder bereits unbeachtet auf dem Boden liegen. Sie will die Äpfel nicht nur vor dem Verfaulen retten, sondern auch zeigen, wie nachhaltige Lebensmittelversorgung aussehen kann.

Fiedler will am Beispiel Äpfel Nachhaltigkeit erzeugen und den Umgang mit Ressourcen verbessern. „Weil Äpfel ein sehr deutsches Ding sind“, erklärt sie. Noch bis in die 1980er Jahre habe sich Deutschland bis zu 100 Prozent mit Äpfeln selbst versorgt. Das habe sich durch den Import des Obstes inzwischen geändert.

Dabei seien Äpfel leicht zu lagern, gut zu transportieren und vielfältig einsetzbar. Die Ernteaktionen verlaufen immer unterschiedlich. In Holzerode wurde eine komplette Straße von vielen Helfern abgeerntet. Manchmal ist die Apfelretterin mit Schulklassen oder Kindergartengruppen unterwegs.

„Doch es gibt auch die Oma von nebenan“, sagt Fiedler. Und die kann selbst bestimmen, wer durch ihren Garten läuft, denn die Netzwerkerin berücksichtigt viele Wünsche. „Manche wollen zum Beispiel Kinder dabei haben, manche nicht“, sagt Fiedler.

Apfelschätze ist ein Projekt von „Stadt macht satt“ und wurde unter anderem von der Unesco und der Zeit-Stiftung als vorbildliches Projekt ausgezeichnet. Es vermittle Kindern und Erwachsenen nachhaltiges Denken und Handeln.

Weitere Informationen zu dem Projekt und Anmeldemöglichkeiten gibt es im Internet auf apfelschaetze.de. wes

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