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Göttingen Arbeiten am Stromverteiler: Zeitverwirrung bei Ossenfelder Uhren
Die Region Göttingen Arbeiten am Stromverteiler: Zeitverwirrung bei Ossenfelder Uhren
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00:17 25.02.2013
Quelle: EF (Symbolfoto)
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Ossenfeld

Die mysteriöse Zeitverwirrung hat im Dorf für Rätselraten gesorgt. Immerhin ist man sich einig, dass es etwas mit der Eon zu tun haben muss. Der Stromversorger war am Mittwoch gegen 13.30 Uhr mit vier Fahrzeugen und einem Notstromaggregat angerückt, um an der einzigen Trafostation zu arbeiten. Stromausfall gab es nicht, aber danach lief die Zeit schneller. Alle Digitalanzeigen, Radiowecker und Computer spurteten.

Netzfrequenz von 50 Hertz

Was selbst Fachleute verwirrt, kann Axel Fette, Leiter der Netzregion Göttingen/Hardegsen, erklären. Elektrische Uhren orientieren sich stets an der sehr stabilen Netzfrequenz von 50 Hertz. Wenn also eine Uhr schneller läuft, muss sie mehr als 50 Hertz erhalten. Das lässt sich nicht damit erklären, dass ein ganzes Versorgungsnetz aus dem Takt gerät, wohl aber mit einem Notstromaggregat. Und solche Geräte werden eingeschaltet, wenn in kleinen Dörfern mit nur einer Trafostation kein anderer Schaltkasten die Versorgung übernehmen kann. „Uns ist ja wichtig, dass der Kunde weiter versorgt wird. Da ist die Frequenzgenauigkeit zweitrangig“, sagt Eon-Mann Fette.

Kunde merkt nichts

Normalerweise allerdings werden Stromaggregate, die die Versorgung bei Reparaturen im Schaltkasten kurzfristig übernehmen, zunächst zugeschaltet und synchronisiert, so dass kein Kunde etwas merkt. Die Aggregate der neuesten Generation aber berücksichtigen ein Problem, das Stromtechnikern zunehmend Sorge macht: ungeregelte Einspeisung aus Photovoltaikanlagen.

Wenn mehr Solarenergie ins Netz fließt, als aktuell verbraucht wird, müsste ein Notstromaggregat theoretisch rückwärts laufen, also verbrauchen. Das geht nicht. Deshalb unterbinden neue Generatoren die Einspeisung, in dem sie von vornherein eine Frequenz von mehr als 52 Hertz erzeugen. Das schaltet jeden Wechselrichter von Solaranlagen ab und verhindert ungewollte Einspeisung. Die Folge: Alle Uhren laufen schneller, so lange der Notstrom am Netz ist.

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