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Göttingen Asklepios geht gegen Tageblatt vor
Die Region Göttingen Asklepios geht gegen Tageblatt vor
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16:08 18.04.2013
Quelle: Hinzmann
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Göttingen

Das Landgericht Göttingen untersagte dem Tageblatt, bestimmte Angaben von Mitarbeitern und Patienten zur Medikamentenausgabe, therapeutischen Gesprächen, Physiotherapie und Versorgung des Fuhrparks weiterhin zu verbreiten. Zudem wurde dem Tageblatt gerichtlich auferlegt, seinen Bericht „Patienten und Mitarbeiter gegen Asklepios“ vom 16. März aus dem Internet herauszunehmen.

Elf eidesstattliche Versicherungen

Mit insgesamt elf eidesstattlichen Versicherungen, vorwiegend von Chefärzten, hatte Asklepios seine Position gegenüber der sechsten Zivilkammer des Landgerichtes Göttingen untermauert. Vor dem Tageblatt-Bericht hatten über mehrere Monate lang ein knappes Dutzend Informanten – darunter Patienten, aber auch Pflegekräfte, Ärzte und anderes Hauspersonal sowie ein Gewerkschaftsvertreter – der Redaktion über angebliche Missstände in Göttingen und Tiefenbrunn berichtet. Im Kern ging es in den Schilderungen der Tageblatt-Informanten um die Auswirkungen von Sparmaßnahmen – vor allem von Personalkürzungen.

Kommission schweigt über Ergebnisse

Der Zeitungsbericht vom 16. März rief dann auch die Besuchskommission des Landes Niedersachsen auf den Plan, die drei Tage später die Göttinger Asklepios-Klinik besuchte. Über die Ergebnisse schweigt die Kommission, die im Auftrag des Landes die Zustände in psychiatrischen Kliniken prüfen soll, derzeit noch. Nach Tageblatt-Informationen soll die Kommission allerdings nicht die von möglichen Sparmaßnahmen betroffenen Abteilungen besucht, sondern nur Gespräche mit dem Führungspersonal geführt haben. Ihren Bericht wird sie erst im kommenden Jahr dem Landtag zugänglich machen.

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