Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen Auf den Spuren des Groner Industriegebietes
Die Region Göttingen Auf den Spuren des Groner Industriegebietes
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 06.01.2017
Von links: Karl Podworny, Jan Reinartz, Sven Schreivogel und Doris Hesse bei gemeinsamer Recherche. fotos: hinzmann Quelle: Christina Hinzmann
Anzeige
Grone

Die Dokumentation soll die Geschichte des Industriegebietes von den Anfängen im 19. Jahrhundert über die Errichtung des Militärflugplatzes ab 1936 und die zivile Nutzung in der Nachkriegszeit bis zur heutigen Situation umspannen. Von der Saline Luisenhall, gegründet 1841 durch den Göttinger Stadtbaumeister Phillip Rohns,

Über die ehemalige Wollwarenfabrik Hermann Levins und den Levinschen Park bis hin zum ehemaligen Flugplatz sowie zum Gelände der Film Aufbau GmbH, wo unter anderem Filme mit Heinz Ehrhardt gedreht wurden - der Göttinger Westen hat eine bewegte Geschichte. „Wichtig ist für uns, dass unser Projekt keinen militaristischen oder nationalistischen Hintergrund hat - vielmehr geht es um die Spurensuche zweier Göttinger hinsichtlich eines interessanten Teils der lokalen Geschichte“, erklärt Sven Schreivogel. Zeitzeugen werden sich gewiss an die Zeit des Flugplatzes oder an die Filmstudios erinnern. Und wer über ein wenig Hintergrundwissen verfügt, entdeckt bei einem Streifzug durch das Industriegebiet plötzlich Zusammenhänge zwischen Gebäuden und Geschichte.

Zum Beispiel der Wetterhahn auf dem Uhrenturm an der heutigen Geschwister-Scholl-Schule: „Genau dort befand sich früher das Verwaltungsgebäude des Fliegerhorstes“, erklärt Sven Schreivogel. Das Wissen haben sich der Schauspieler Reinartz und der Journalist Schreivogel durch monatelange Recherchen, in jüngster Vergangenheit auch beim Groner Heimatverein, angeeignet. Beide interessierten sich schon lange für das Industriegebiet in Grone; bei der Zusammenarbeit für ein Krimi-Hörspiel in Hamburg kamen sie während der Fahrt in die Hansestadt zufällig auf das Thema und entdeckten die Gemeinsamkeiten.

In dem geplanten Dokumentarfilm wollen sich Jan Reinartz und Sven Schreivogel nun auf die Spuren des Industriegebietes machen. „Wir planen eine kulturgeschichtliche Abenteuerreise, keinen trockenen Lehrfilm“, sagt Schreivogel. Im Zentrum stehe, die Geschichte über das Industriegebiet in Grone aus der Perpektive derer zu erzählen, die sich erinnern - „und wir wollen spürbar machen, was uns berührt hat.“

Von Maren Iben

Zeitzeugen gesucht

Schreivogel und Reinartz sind weiter auf der Suche nach Zeitzeugen, die sich vorstellen können, Geschichten und Anekdoten rund um das Industriegebiet in Grone beizutragen. Der Dokumentarfilm soll nach seiner Fertigstellung sowohl den lokalen Schulen und Institutionen wie dem Städtischen Museum, aber auch dem NDR zur Verfügung gestellt werden. Kontakt per E-Mail an sven.schreivogel@gmx.de oder unter der Telefonnummer 01 73 / 8 35 03 14. mi

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Lokales Stadt Göttingen stellt Strafanzeige gegen Unbekannt - Feuerwehr mit Raketen beschossen

Die Ereignisse der Silvesternacht haben ein Nachspiel. Nachdem Feuerwehrleute während eines Einsatzes in Grone mit Raketen beschossen wurden, stellt die Stadt jetzt Strafanzeige gegen unbekannt. "Das ist nicht mehr hinnehmbar", kommentiert Berufsfeuerwehrchef Martin Schäfer.

06.01.2017

Während die Stadt Göttingen händeringend bezahlbaren Wohnraum für Flüchtlinge, Studenten und Geringverdiener sucht, steht eines ihrer Häuser leer: ein altes Fachwerkhaus an der Ecke Bürgerstraße/Gartenstraße. Der Haken: Es ist nach Angaben der Verwaltung schon lange unbewohnbar.

06.01.2017

Immer wieder geraten Menschen in Not, werden Opfer von persönlichen Katastrophen und Tiefschlägen. Diesen Menschen bieten soziale Einrichtungen in der Region Hilfe. Zugunsten dieser Anlaufstellen in Krisenzeiten sammelt „Keiner soll einsam sein“, die Weihnachtshilfe des Göttinger Tageblatts. In loser Folge stellen wir einige Schicksale vor.

06.01.2017
Anzeige