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18:42 03.08.2018
Mode, Wohnen, Mobilität, Studentenbewegung: Ausstellung zu den 50er und 60er Jahren im Foyer des Landkreisgebäudes. Quelle: Christina Hinzmann
Göttingen

Ein stilvoller Wohnzimmerschrank mit Glastüren, ein geblümtes Kleid mit ausgestelltem Rock, ein Minirock, farbige Schnapsgläser, Fotos vom Platz vor dem Alten Rathaus Göttingen mit Bussen, Autos und Fahrradfahrern: Nach ihren Interessen haben Teilnehmer des Projektes „ProZukunft“ Materialien zu den 50er und 60er Jahren in Göttingen zusammengetragen. Mode, Wohnen in Göttingen, Autos, die Studentenbewegung und Göttingen als Filmstadt sind die Themenbereiche, die sich nun in der Ausstelllung finden.

Im Projekt „ProZukunft“ der GAB haben die Teilnehmer die Möglichkeit, sich auf einen langfristig angelegten beruflichen Wiedereinstieg vorzubereiten und für sich neue Perspektiven zu entwickeln. „Dabei soll ein individueller Weg gefunden werden“, so Gabriele Bock, Fachbereichsleiterin des Jobcenters in Göttingen.

Eigenen Standpunkt entwickeln

Neben Bewerbungstrainings und Qualifizierungsmaßnahmen werden dabei auch verschiedene Projekte angeboten, in denen die Teilnehmer Stärken entdecken können und neue Kompetenzen erwerben. Für die Ausstellung haben sie Recherche geübt und die Gestaltung der Schau. Aber auch, „einen eigenen Standpunkt zum Thema entwickeln“, so Bock.

Ausstellung zu den 50er und 60er Jahren in Göttingen

Hilfestellung für ihre Ausstellung bekamen sie unter anderem vom Städtischen Museum und der Requisite des studentischen Theaters ThOP. Und von zwei Zeitzeugen, die sie interviewen konnten. Christa Braun und Thomas Minzloff haben Auskunft gegeben über ihre Jugend in den 50ern und 60ern. Braun wuchs in Reit im Winkel auf, Minzloff lebte in den 60er Jahren in Westberlin.

Ihre Berichte sind auf den Schautafeln zum jeweiligen Themenbereich zu finden. „In meiner Jugend gab es im Ort nur ein Auto. Wenn das durch den Ort fuhr, standen die Leute am Straßenrand und haben geguckt“, hat Zeitzeugin Christa Braun etwa zum Thema Mobilität erzählt. Oder zum Thema Mode, dass so ein mühsam gestärkter Pettycoat beim Tanzabend nur etwa zwei Stunden seine Form behielt. Minzloff erzählte beispielsweise von den Demos der Studentenbewegung in Berlin und einem gewissen „Teufel“, der da immer auftauchte.

Schattenriss von Heinz Erhardt

Die vielen Demonstrationen in den 60er Jahren, das ist etwas, das Vassilis Garkis erstaunt hat. Dass damals „so viele auf die Straße gegangen sind“. Garkis ist erst seit ein paar Wochen beim Projekt „ProZukunft“ dabei. Beim Museumsbesuch habe er viel Interessantes über die Geschichte Göttingens entdeckt.

Die Schauwände für die Ausstellung haben Teilnehmer von GAB-Projekten in Duderstadt tapeziert, Plakate erstellt und für den Bereich Filmstadt Göttingen einen Schattenriss aus Holz vom Heinz-Erhardt-Standbild, das an der Berliner Straße steht, gemacht. Auch bei der Anordnung und Ausrichtung haben Savas Papadopoulos, Alexander Hammer und Stephan Dittler geholfen.

Öffnungszeiten

Die Ausstellung wird bis Freitag, 10. August, im Kreishaus zu sehen sein. Montags bis donnerstags öffnet die Ausstellung von 8 bis 16.30 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr.

Von Christiane Böhm

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