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Göttingen Ausstellung im Steinarbeitermuseum Adelebsen
Die Region Göttingen Ausstellung im Steinarbeitermuseum Adelebsen
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19:33 12.04.2013
Links: Mit altem Ackerwerkzeug: Werner Lindemann vom Museum. / Rechts: Ährenlese früher: Frauen aus Oedelsheim bei der Arbeit. Quelle: Hinzmann
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Adelebsen

Im Rahmen der kleinen Ausstellung ist auch eine ländliche Brotzeit mit Geschirr aufgebaut.

Zu sehen gibt es darüber hinaus landwirtschaftliche Geräte wie Sensen, Sicheln oder Rechen. Sie zeugen davon, wie mühevoll früher die Arbeit auf dem Land war. Das verdeutlicht auch der typische Arbeitsablauf eines Arbeiter-Bauern-Ehepaares, der in der Schau dargestellt wird. Der Arbeitstag der Frau begann demnach um 4.30 Uhr mit dem Anmachen des Ofens.

Der weitere Tag bestand aus landwirtschaftlichen Tätigkeiten, Tagelohn-Arbeit und Tätigkeiten für die Familie. Nachmittags mussten auch die Kinder auf dem Feld mithelfen.

Der Mann mähte morgens das Gras zum Viehfüttern, bevor er sich um 6 Uhr auf den einstündigen Arbeitsweg machte. Nach Lohnarbeit bis 16 Uhr, einem einstündigen Rückweg stand dann ab 17.15 Uhr noch einmal bis zum Einbruch der Dunkelheit Feldarbeit oder Tagelohn an. „Vor 23 bis 24 Uhr kam das Ehepaar meist nicht zur Nachtruhe“, heißt es in einem Begleittext.

Anders wird das auf einer der ausgestellten Stickereien formuliert: „Ohne Ringen kein Gelingen“. Nur die Wintermonate seien weniger arbeitsreich gewesen: Die Feldarbeit ruhte, und die Steinarbeiter waren witterungsbedingt ein bis zwei Monate arbeitslos.

Historische Schwarzweiß-Fotos zeigen zudem, wie Kinder auf dem Land ganz selbstverständlich mit Tieren wie Schweinen, Hühnern, Schafen, Kühen oder Pferden in Berührung kamen. In der Ausstellung sind auch alte Bücher wie „Saat und Ernte“, ein alter Kinderwagen und altes Kinderspielzeug wie eine Puppenstube zu sehen.

Die Ausstellung „Landwirtschaft und Gärtnerei früher“ wird am Sonntag, 14. April, um 14 Uhr im Steinarbeitermuseum Adelebsen, Kirchweg 8, eröffnet. Zu sehen ist die Schau sonntags von 15 bis 17.30 Uhr. Gruppenführungen sind nach Absprache unter Telefon 0 55 06 / 78 01 auch zu anderen Zeiten möglich.

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