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Göttingen Ausstellung von Schülerarbeiten des OHG Göttingen
Die Region Göttingen Ausstellung von Schülerarbeiten des OHG Göttingen
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00:19 18.09.2017
Arbeiten aus dem Projekt „Schule:Kultur“ von Schülern des Otto-Hahn-Gymnasiums werden im Göttinger Künstlerhaus ausgestellt. Quelle: Christina Hinzmann
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Göttingen

Kunstwerke zu den Themen Behausungen und Spurensuche von Schülern des Otto-Hahn-Gymnasiums (OHG) sind bis Donnerstag, 28. September, im Künstlerhaus Göttingen ausgestellt. Begleitet wurde das vom Land geförderte Projekt „Schule:Kultur“ von Künstler Georg Hoppenstedt.

Schief grinsen sie die Besucher an, die Wesen mit den Schaumstofflippen, Drahthänden und Plastikknien. Gehirn, Verdauungssystem und Knochen sind durch die transparente Haut sichtbar bei den Homunculi und Avataren aus Plastik. Die menschenähnlichen Figuren wurden von Elftklässlern des OHG erstellt. Ein Jahr lang haben sie an verschiedenen Kunstprojekten zum Thema Behausungen gearbeitet. „Es wurde ein großer Bogen gespannt von Naturformen, wie den Schalengehäusen von Muscheln und Schnecken, bis hin zur konstruktiven, technischen Bauweise der Moderne, wie sie das Bauhaus propagiert hat“, sagte Hoppenstedt bei der Eröffnung der Ausstellung.

Das OHG ist eine von 40 niedersächsischen Schulen, die an dem Projekt Schule:Kultur teilnehmen. Es soll Schüler für kulturelle Tätigkeiten und kreatives Schreiben begeistern. Entwickelt wurde es von der Stiftung Mercator, dem Kultusministerium und dem Ministerium für Wissenschaft und Kultur. Wie auch die Brüder-Grimm-Schule erhielt das OHG 10500 Euro für das Projekt. „Der Zugang zu kultureller Bildung ist in den allgemeinen Menschenrechten festgeschrieben. Sie gehört zur Allgemeinbildung“, sagte der Göttinger Schuldezernent Siegfried Lieske. „Schule:Kultur“ solle eine langfristige Entwicklung der kulturellen Bildung anstoßen.

„Rausch der Kreativität“

Schulleiterin Rita Engels bedankte sich bei den Lehrern und Künstlern den Künstlerhauses für ihre „professionelle Anleitung und Anregungen“. Das Projekt habe den Schülern die Möglichkeit gegeben, „eine Sprache zu finden, um künstlerisch auszudrücken, was sie zu sagen haben“, so Engels. Hoppenstedt betonte, dass auch ihn die Arbeit mit den Schülern bereichert habe: „Es ist keine Einbahnstraße, dass man als Erwachsener etwas gibt.“ Er äußerte seinen Willen, weiter mit dem OHG zusammenzuarbeiten. Kunst könne zum Schulalltag werden, sagte Hoppenstedt.

In einen „regelrechten Rausch der Kreativität“ seien Schüler des sechsten und achten Jahrgangs geraten, als sie „fantastische Rechenmaschinen als Vorform des Computers“ gestalteten, so Hoppenstedt. Die Collagen aus Alltagsgegenständen, Verpackungen und Symbolen waren Teil des Projektstrangs zum Thema „Spurensuche“. Dazu entstanden auch kalligraphische Collagen aus Wörtern, die die Schüler der Vergangenheit zurechneten: „Buhlen“ und „Halunke“ werden überdeckt von Neuschöpfungen der digitalen Welt wie „Yolo“ und „Swag“. In der letzten Arbeit konnten die Schüler Empfindungen zu ihrem Wohnort Ausdruck verleihen. Im Stil des Gegenwartskünstlers Franz Ackermann verbanden sie Stadtansichten und Karten mit persönlichen Erlebnissen zu perspektivreichen Collagen.

Veranstaltungsinformationen

Die Ausstellung der Schülerarbeiten ist bis Donnerstag, 28. September, im Künstlerhaus, Gothmarstraße 1, zu sehen. Sie kann dienstags bis freitags zwischen 16 und 18 Uhr, sonnabends und sonntags vom 11 bis 16 Uhr besucht werden. Während der Ausstellung bietet Künstler Georg Hoppenstedt dienstags um 16 Uhr Mitmachaktionen für Kinder und Jugendliche an.

Von Katharina Meyer

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