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Göttingen Ausstellung zu 40 Jahre Göttingen-Toruń
Die Region Göttingen Ausstellung zu 40 Jahre Göttingen-Toruń
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20:45 04.05.2018
Broistedt, Jung und Beck (v.l.) führen durch die Ausstellung. Quelle: ph
Göttingen

40 Jahre Partnerschaft zwischen Göttingen und Toruń „sind schon etwas Besonderes“, sagt Göttingens Kulturdezernentin Petra Broistedt. Es ist die älteste Verbindung dieser Art zwischen einer deutschen und einer polnischen Stadt. Und dieser Verbindung widmet Göttingen jetzt eine informative Ausstellung im Alten Rathaus. Herzstück der Präsentation mit Schautafeln und Bildern ist der Samuel-Bogumil-Linde-Preis, den die Partnerstädte seit 1996 in jedem Jahr vergeben.

„Verständigung (porozumienie)“ ist der Titel der über mehrere Räume verteilten Ausstellung. Eine Präsentation in schwarz-weiß, in der Worte, Satzzeichen und Zitat den roten Faden bilden, erklärt die Kuratorin Martina Jung aus Hannover. Und eine Ausstellung die zeigen soll, dass diese Städtepartnerschaft von vielen gelebt wird. Davon zeugen Fotos, Zeitungsartikel und Zitat von Zeitzeugen. Hinzu kommt eine Zeittafel mit wichtigen Ereignissen seit Vertragsunterzeichnung der Partner 1978: von der Machtübernahme durch Militärräte in Polen über die Grenzöffnung zwischen Ost und West bis zum ersten deutsch-polnischen Literaturpreis.

Seit 1996 vergeben Göttingen und Torun gemeinsam den der Samuel-Bogumil-Linde-Preis, der in seiner Art „einzigartig ist“, sagt Hilmar Beck, Leiter des städtischen Fachbereichs Kultur. Auch aus diesem Grund nimmt er den weitaus größten Raum der Ausstellung ein. Alle 23 bisher ausgezeichneten Preisträger-Paare (in jedem Jahr zwei) werden in Kurzporträts mit Foto vorgestellt. Von jedem Autor ist ein Zitat zu lesen, dazu eine Auswahl ihrer Veröffentlichungen.

Der Namensgeber des Preises ist in Toruń zu Welt gekommen und gilt als Pionier der Sprach- und Literaturwissenschaften. Und er hat (vor den Grimm-Brüdern) das erste bekannte Wörterbuch einer Sprache (polnisch) herausgegeben. Ein Original davon ist ebenfalls in der Ausstellung zu sehen.

Mit dem Samuel-Bogumil-Linde-Preis werden in jedem Jahr ein polnischer und ein deutscher Schriftsteller ausgezeichnet. Das erste Preisträgerpaar waren Günter Grass und Wislawa Szymborska. Als besonderes Bonbon der Ausstellung hat der Göttinger Steidl-Verlag handgeschriebene Aufzeichnungen und Manuskripte von Grass zu seinen Büchern zur Verfügung gestellt, die auf einen großen Tisch geprägt sind. Darauf werden etliche Bücher der Preisträger präsentiert.

Ein weiteres Bonbon haben die Ausstellungsmacher auf Wunsch der polnischen Partner in einem Zusatzraum aufgenommen: Ein großformatiges Gemälde. Es zeigt Göttingern und Gästen bei der Feier zum 10. Partnerschaftsgeburtstag auf dem Markt und Exlibris ponischer Künstler.

Von Ulrich Schubert

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