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Göttingen Auszubildende der BBS Ritterplan fahren zur Landesmeisterschaft
Die Region Göttingen Auszubildende der BBS Ritterplan fahren zur Landesmeisterschaft
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15:27 10.12.2018
Lißa Otte, Lyndall Jade Diedrich, und Leonie Kerl (v.l.) nehmen an der Landesmeisterschaft teil. Quelle: Christina Hinzmann / GT
Göttingen

Einen ganzen Tag haben die Köche und ihre Parallelklassen aus Restaurant- und Hotelfach geschuftet – und am Ende gestrahlt.

Die Berufsbildenden Schulen Ritterplan haben eine Kreismeisterschaft in den gastronomischen Ausbildungsberufen ausgerichtet. Die Sieger der drei Fächer fahren im März 2019 zur Landesmeisterschaft nach Oldenburg.

Gegenstände des Arbeitsalltags

Redlich verdient, denn die drei haben hervorragend gearbeitet, so die Jury. Sie setzten sich in der Wertung gegen ihre Klassenkameraden durch. 15 Köche und Köchinnen waren angetreten, sechs Restaurantfachleute und sechs Hotelfachleute. Sie alle wurden den Tag über geprüft – zuerst in der Theorie. Gegenstände des Arbeitsalltags wie eine Quitte oder ein Staubpinsel mussten erkannt werden.

Das Hotelfach begann mit Zimmer-Checks. Sie kamen in vermeintlich hergerichtete Zimmer und suchten die Fehler darin. Im Restaurantfach wurde beispielsweise getestet, ob die Auszubildenden ordentlich am Platz flambieren.

Eltern als Gäste

Die große Show der Köche begann mit Vorbereitung ihrer Menüs für den Abend. Alle Teilnehmer durften Eltern oder Partner dazu einladen, die sich dann von den Auszubildenden bekochen und bedienen ließen.

Das Menü und die Dekoration der Tische standen unter dem Motto „Gin – Culinary Gin-Tasting Weekend. Die Restaurantfachleute hatten jeweils einen Tisch geschmückt und bedienten daran die Gäste. Sie servierten selbstgewählte Aperitifs, als die Köche noch unter Zeitdruck ihre Vorspeisen zubereiteten. Die Komponenten der drei Gänge hatten die Schüler schon nach den Sommerferien enthalten. Sie waren unterteilt in Zutaten, die im jeweiligen Gang vorkommen müssen und in wählbare Zutaten aus der Kühlkammer.

Angehende Köche und Köchinnen sowie Restaurant- und Hotelfachleute traten in der BBS im Ritterplan gegeneinander bei den Kreismeisterschaften 2018 an. Die Auszubildenden hatten zur Aufgabe, Menüs zu zaubern und zu kredenzen und geladene Gäste zu umsorgen.

Zwei Jurys für die Köche

Tatsächlich doppelte sich in keiner der 15 Menükarten eine Komposition. Makrele und Chicorée wurden mal gebraten, mal gekocht, dann wieder als Salat kredenzt oder in kunstvoll eingerollten Pasteten. Neben der Zubereitung mussten die Köche auch das Anrichten beachten. Eine Jury stand in den Küchen und beobachtete das saubere Arbeiten, die Technik und wie viel Verschnitt die Jungköche produzierten.

Die andere stand abgeschirmt im Nebenraum, durfte weder die Gesichter noch Namen kennen und bewertete Geschmack, Menge pro Mahlzeit, Dekor und ob die Speisen verkaufsfähig waren. Spitze Kommentare blieben nicht aus, aber Jurymitglied Alexander Rohde vom gleichnamigen Landgasthaus in Nesselröden ließ sich auch von manchem Teller beeindrucken: „Das Fleisch ist leicht rosa und die Möhre perfekt glasiert.“

Die Jury bestand aus 15 erfahrenen Köchen und Restaurantleitern, die in ihrer Freizeit meist seit Jahren diesen Meisterschaften beiwohnen. Jeweils ein Teller ging an die Jury, ein anderer auf den Präsentiertisch im Foyer und der Rest wurde den Gästen serviert.

Übung für die Abschlussprüfung

Bei den Meisterschaften geht es nicht nur um den Titel, sondern „vor allem um die Übung für die Abschlussprüfung“, sagt Klaus Abraham aus der BBS und Jurymitglied Elsner aus dem Restaurant GDA Wohnstift betont: „Wir wurden als typische Prüfer ausgewählt durch die Industrie- und Handelskammer, eine bessere Vorbereitung gibt es quasi nicht.“

Den Gast am besten umsorgt hat Lißa Otte aus dem Bullerjahn. Beste Holtelfach-Azubine ist Leonie Kerl aus dem Romantik Hotel Gebhards. Unter den Köchen ist Lyndall Jade Diedrich aus dem Göttinger Apex die Kreismeisterin. „Beim Kochen zählen 50 Prozent Talent und 50 Prozent harte Arbeit“, sagte sie kurz vorher noch beim Aufräumen der Küche. „Aber vor allem werde ich im Apex auch sehr gut unterstützt.“

Von Lea Lang

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