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Göttingen Bad Sachsas Rat will keine „Nordadler“
Die Region Göttingen Bad Sachsas Rat will keine „Nordadler“
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08:30 01.05.2018
Razzia auch bei Wladislav S.: Er gehört der rechtsextremen Gruppe „Nordadler“ an, die sich im Harz nach Immobilien umgesehen hat. Quelle: nie
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Bad Sachsa

Bundesweit für Schlagzeilen sorgte die Gruppe Nordadler, nachdem das Bundeskriminalamt vor zwei Wochen Razzien gegen deren Mitglieder erließ. Auf dem Facebook-Auftritt der mutmaßlich rechtsterroristischen Vereinigung fanden sich zu diesem Zeitpunkt noch zahlreiche Bilder von bekannten Plätzen und Gebäuden aus Bad Sachsa.

Bei Verkäufen wachsam sein

Auf der jüngsten Ratssitzung stellte der SPD-Fraktionsvorsitzende Ralph Boehm deshalb einen Dringlichkeitsantrag, dem die Ratsmitglieder einstimmig folgten. Dieser lautet wie folgt: „Der Stadtrat sieht durch die Aktivitäten der Gruppe Nordadler den Stadtfrieden, die Sicherheit und die Lebensqualität in Bad Sachsa gefährdet. Wir rufen die Bürger und Bürgerinnen der Stadt Bad Sachsa zur besonderen Vorsicht auf (zum Beispiel bei Grundstücksverkäufen) und richten einen Appell an die übergeordneten Gebietskörperschaften, schützende Maßnahmen einzuleiten.“

Diskussionen über den Punkt gab es keine, alle Ratsherren stimmten dem Wortlaut unumwunden zu.

Geschlossenheit demonstriert

Simon Metzger (Grüne) freute sich über die Einigkeit der Entscheidung. „Ich bin froh über den Antrag und darüber, dass der Rat geschlossen gegen Rechte vorgeht. Das Ergebnis unserer Abstimmung ist ein deutliches Zeichen.“

Ebenso zufrieden zeigte sich auch Antragsteller Ralph Boehm. „Wir wollen diese Leute nicht in Bad Sachsa und wir werden wachsam sein“, bilanzierte der SPD-Fraktionsvorsitzende.

Von Thorsten Berthold

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