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Göttingen Baptistenkirche und Voigtschule: Reaktionen zum Verkauf
Die Region Göttingen Baptistenkirche und Voigtschule: Reaktionen zum Verkauf
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19:29 28.06.2013
Baptistenkirche: Die Filmkunstfreunde hoffen weiterhin, in dem Gebäude künftig Filme zeigen zu können. Quelle: Hinzmann
Göttingen

Der Verein habe den mit den Stimmen von SPD, CDU, FDP und Grüne gefassten Beschluss vom Mittwoch mit „großer Enttäuschung“ zur Kenntnis genommen.

„Wir erwarten von den Verantwortlichen der Stadt, die Verkaufsverhandlungen durch Zweckbindungen so zu gestalten, dass die Gebäude den Göttinger Kulturinitiativen nicht gänzlich verloren gehen und erschwinglich bleiben“, sagte Sonnenburg. Von Koch erwarte man zudem, so Sonnenburg weiter, „dass er bei seinen Planungen den Bedarf und die Interessen der Göttinger Kulturszene berücksichtigt“.

Nach wie vor verfolgen die Filmfreunde das Ziel, „mithilfe eines mit uns zusammen arbeitenden Investors“ in der Baptistenkirche Kino zu ermöglichen. Noch zur entscheidenden Ratssitzung hatte der Verein einen Einwohnerantrag eingereicht. Damit sollte die künftige Nutzung der ehemaligen Baptistenkirche mit einer Zweckbindung für Kino und Kultur versehen werden. Wegen nicht erfüllter formaler Voraussetzungen hatte der Verwaltungsausschuss den Antrag abgelehnt.

Der Kulturverbund spricht von einem „schwarzen Tag“ für die Göttinger Kultur. „Wir sind enttäuscht, dass eine großartige Chance für Göttingens Kulturszene fahrlässig versäumt wurde. Wir kennen keineinziges rationales Argument – und jedenfalls ganz sicher kein fiskalisches –, dass diese unkluge Entscheidung rechtfertigen könnte. Wir hatten auf eine klügere Entscheidung mit nachhaltig positivem Effekt gehofft.

Nun müssen wir leider juristisch vorgehen, um den Schaden für Göttingen möglichst gering zu halten. Wir kämpfen natürlich weiter und werden dazu von allen Seiten ermutigt – übrigens auch aus dem Rathaus selbst“, heißt es in einer Stellungnahme des Verbundes. Auch der Kulturverbund hatte ein Gebot für die beiden Häuser abgegeben.

Galerist Koch plant, in der früheren Schule ein Atelier- und Galeriehaus nach Vorbild des von ihm in Bielefeld betriebenen „Art Center“ einzurichten, die Aula für Veranstaltungen zu nutzen und im Keller- und Dachgeschoss Wohn- und Arbeitsräume zu schaffen. Die Kirche soll nach dem Konzept für Veranstaltungen und Gastronomie zur Verfügung stehen. Mit rund 1,2 Millionen Euro für beide Häuser hatte Koch das höchste Gebot von 13 Bewerbern vorgelegt.

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