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Göttingen Jüdenstraße: Bauarbeiten beendet
Die Region Göttingen Jüdenstraße: Bauarbeiten beendet
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18:59 09.08.2018
Punktlandung auf der Baustelle Jüdenstraße/Rote Straße Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler und Hans-Otto Arnold geben die Jüdenstraße für den Verkehr wieder frei. Quelle: Christina Hinzmann
Göttingen

Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler gab die Baustelle am Donnerstagnachmittag offiziell frei und feierte dies mit Anliegern und Bürgern, für die es auf Höhe des Holbornschen Hauses (Rote Straße 34) kalte Getränke und Eis gab. Mit „guter Arbeit und Organisation im Zeit- und Kostenrahmen“ sei die Baumaßnahme zu Ende gebracht worden, sagte Köhler während der Feierstunde in seiner Ansprache. Autofahrer können die Straßen allerdings aus Sicherheitsgründen erst am Freitag wieder befahren.

Seit dem 26. Juni waren im Kreuzungsbereich Jüdenstraße, Rote Straße und Kurze-Geismar-Straße umfangreiche Tief- und Straßenbauarbeiten erfolgt, bei denen sämtliche Ver- und Entsorgungsleitungen wie Schmutz-, Regenwasserkanäle, Gas-, Wasser-, Elektro- und Telekommunikationsleitungen ausgebaut und erneuert wurden. „Jeden, den das interessiert hat, konnte sehen, warum das gemacht wurde“, sagte Köhler. Die Bushaltestelle in der Jüdenstraße sei nun etwas breiter, der von einigen geäußerten Wunsch, diese dauerhaft zu verlegen, habe aber nicht erfüllt werden können.

Der Bereich war während der Arbeiten komplett gesperrt, auch für Radfahrer. Stadtbusse und der Autoverkehr wurden über die Mauerstraße, die Wendenstraße bis zum Albanikirchhof umgeleitet. Für Fußgänger sollte eigentlich immer eine Gehwegseite passierbar bleiben, zwischenzeitlich wurde allerdings zum Ärger von Anwohnern und Passanten beidseitig gearbeitet.

Einige Einzelhändler beklagten zudem, dass durch die Sperrung ein erheblicher Teil der Laufkundschaft wegbrach. „Der Umsatz ist merklich zurückgegangen“, berichtete Ellen Jenke, Inhaberin des „Wollzaubers“ auf Nachfrage. „Jetzt freue ich mich darauf, dass die Straße wieder belebt ist.“

Köhler bedankte sich bei Anwohnern und Mitarbeitern, „die das ertragen haben“. Vor allem die Bauarbeiter hätten für ihre Arbeit bei diesen Temperaturen Dank verdient. Solche Baumaßnahmen gingen nie ohne Störungen vonstatten, auch wenn sich alle wünschten, „dass Straßen funktionsfähig sind, am besten über Nacht.“

Die Baustelle im Straßenraum ist zwar abgeschlossen, allerdings werden im unteren, nicht befahrbaren Bereich der Roten Straße noch bis zu zehn Tage Anschluss- und Pflasterarbeiten vorgenommen, berichtete Köhler. Die dafür benötigten Baumaterialien und Geräte werden einem Container gelagert, der zurzeit auf dem Parkplatzbereich in Höhe der Häuser Nummer 30 und 32 steht. Dadurch können diese bis zum Ende der Arbeiten zum Parken nicht genutzt werden.

Eigentlich habe man zeitgleich zu den jetzt abgeschlossenen Baumaßnahmen auch in der Nikolaistraße Arbeiten umsetzen wollen. Da dies aber einen zu tiefen Eingriff in den Busbetrieb bedeutet hätte, werde damit im Zuge des nächsten Bauabschnitts im Innenstadtring erst im nächsten Jahr begonnen, so Köhler.

Von Nora Garben

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